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Alles anders..

… das kenne ich ja eigentlich zur Genüge, aber diesmal ist es doch wieder alle ganz anders. Kein Ironman für mich dieses Jahr, aber nicht aufgrund einer Verletzung meinerseits, sondern aufgrund der „Corona-Pandemie“. Ironman hat sich sehr spät, aber nicht wirklich überraschend zur Absage des Ironman Lanzarote entschieden. Ich könnte nun lange schreiben, wie schlimm und dramatisch das ist und ich nun kein Ziel mehr habe und zu Tode betrübt bin.. -so wie zahlreiche andere Triathleten. ABER das wäre egoistisch und falsch!
Denn, ein Triathletenleben, gerade mit dem Focus auf die Langdistanz ist absoluter Luxus und wenn man es so leben kann, sollte und muss man sich bewusst sein, dass man privilegiert ist.
Natürlich war ich enttäuscht, nach einem langen Trainingswinter und einer super Form mich nicht mit einem Rennen belohnen zu können.
Aber, gerade wenn man im Gesundheitssystem arbeitet, ist man sich bewusst, dass all das völlig unbedeutend ist. Es geht um das aller wichtigste für jeden Einzelnen, aber auch der gesamten Gesellschaft, nämlich die Gesundheit!

Ich habe daher beschlossen nur noch nach Lust und Laune zu trainieren und mich voll auf meine Familie (und natürlich meinen Beruf) zu konzentrieren.
Um aber ein Fernziel zu behalten, ich denke 2023 ist ein schönes Jahr für eine nächste Langdistanz!
Also Triathleten, bleibt wie Ihr seid & trainiert weiter alleine und egoman wie immer..-denn aktuell ist das absolut vorbildlich!
Bleibt alle gesund!
Ach so, eines noch es heißt PANDEMIE..-Krise ist, was ihr draus macht!

Allgemein | 28. April 2020


Fuerteventura 2020


Fuerteventura, Du geiles Stück!
So oder so ähnlich hätte die Überschrift meines Artikels an Tag 2 oder 3 unseres aktiven Familienurlaubs geheißen, denn die Insel zeigte sich wieder von Ihrer Besten Seite. Wetter, Straßen, Landschaft alles ideal für eine ironmanvorbereitende Winterflucht!

Und wieso sollte die Überschrift nach 10 tollen Tagen nun anders heißen?!? Ganz einfach, weil noch besser als die Insel die (nahezu) uneingeschränkte Unterstützung meiner Familie ist!
Daher „muchas gracias querida familia!“

Das Training lief sehr gut und ich gebe Lionel S. mittlerweile absolut recht, drinnen kann man seehr gut für draußen trainieren!
Die Beine sind richtig fit & ich konnte meine Inhalte ähnlich zu 2012 sehr gut umsetzen.
Heißt in Zahlen runde 4 Stunden im
Pool, 37 Std. auf dem Zeitfahrhobel und 7 in den Laufschuhen.
Der Kopf ist nach diesen 10 Tagen mit Sonne & draußen trainieren auch wieder frisch, so dass sich Geist & Körper auf die letzten 11 Wochen Training -vermutlich zunächst wieder mit erheblichem Indoor-Anteil- bis es auf die kanarische Nachbarinsel geht, wirklich freuen!
Die Familie freut sich allerdings vermutlich ein klein Wenig mehr auf die Zeit ab Woche 12 -& recht hat Sie damit ja auch.

Ab und an kommt man natürlich schon ins Grübeln, ob es richtig ist, trotz Nachwuchs neben einer Vollzeittätigkeit auch noch einen so intensiven Sport auszuüben.., aber was soll ich sagen, ich denke schon!
& das hat nur im Ansatz etwas mit Egoismus zu tun. Natürlich benötigen kleine Kinder viel Zeit, Aufmerksamkeit und vor allem Liebe (was unser Nachwuchs alles Zweifels ohne von der gesamten Familie bekommt), sie benötigen in meinen Augen aber unbedingt auch unmittelbare Vorbilder die Ihnen Vorleben & Vormachen, wie man sein Leben selbstbestimmt, (selbst)bewusst und ambitioniert gestalten kann.

Ich halte (Leistungs)Sport durch die dadurch bedingte Regelmäßigkeit, Zielorientiertheit und Ernährung für ein nahezu spielerisches & probates Mittel.
Deswegen wird mein Nachwuchs immer einen sportlichen & aktiven Papa haben, egal ob aktiver Ironman oder nicht.

Allgemein | Sport-Training | 2. März 2020


Start ins Jahr = Start in die neue Saison

Hier mal eine kleine und -in diesem Fall ERFREULICH- unspektakuläre Zwischenmeldung meinerseits.

Ich konnte mein Training seit meiner letzten Mail, mit einer nur kleinen Infektpause zu Weihnachten, sehr gut umsetzen.
Der heimische Keiminkubator arbeitet zwar auf Hochtouren, aber mein Immunsystem scheint weitgehend die Oberhand zu behalten.
Mittlerweile macht das Indoortraining auch mir, der Ausdauersport & „draussen sein“ ja immer unmittelbar verknüpft hat, ordentlich Spass. Dennoch freue ich mich auf die 10 Tage Training unter freiem Himmel und bei hoffentlich reichlich Sonnenschein auf Fuerteventura.
Die Formkurve verläuft dann hoffentlich wie bisher sehr zufriedenstellend und ansteigend.

Einzig meine Vorfreude auf den Ironman Lanzarote hat diese Woche einen kleinen Dämpfer erlitten, denn der Renndirektor hat das Ende des Massenstarts bekannt gegeben. Ich war kurz geneigt meinen Start zurückzuziehen.. ABER immerhin erfolgt kein „rolling start“ (also alle 5 Sekunden 4 Athleten gemischter Altersklasse) sondern ein Wellenstart nach (teilweise zusammengefassten) Altersklassen. Hiermit kann ich sehr gut leben, denn es bewahrt 1. die Vergleichbarkeit der Athleten einer AK untereinander und für die Zuschauer innerhalb des Rennens (die beim „rolling start“ verloren geht) und 2. es erhält den Renncharakter beim Schwimmstart. Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass ein wesentlicher Aspekt einer Langdistanz auch ein Massenstart aller Athleten ist und die Änderung zu anderen Abläufen einzig durch monetäre Aspekte begründet ist..

Also, nächster Halt; Las Playitas!

Sport-Training | 12. Februar 2020


Erstens kommt es anders & zweitens als man denkt…

Geneigte Leser, die vermutlich mittlerweile recht rar sind, da ich mich hier ja zuletzt umso rarer gemacht habe, schön, dass ihr hier seid.
Aber warum war es hier so ruhig?
Nachdem ich diese Saison ja langdistanzlos und mit einem Radschwerpunkt gestalten wollte, kam es wie so oft in meinem Sportlerdasein völlig anders. Rhön400 lief ja grandios und bei Rad am Ring wollten wir noch eins drauf setzten, mein Saisonabschluss beim Knappenman sollte es dann abrunden. Folglich zog ich regelmäßig meine Laufschuhe an, so auch Mitte Juni. Hier bremste mich jedoch ein unebener Feldweg recht unsanft aus, Sprunggelenksverrenkung Nummer 4 (immerhin verteilt auf 40 Jahre 😜). Es war sofort zu spüren, dass mehr kaputt ist. Trotzdem musste ich aus der Einöde ja irgendwie wieder nach Hause (ich verzichte hier mal bewusst auf den Begriff „Zivilisation“ ;-)) also knapp 3 km einbeiniges Hüpfen bis zur nächsten Straße.. Ein freundlicher Autofahrer & eine Runde durch die eigene Notaufnahme später war klar, Saison vorbei.. 😤😢
Als die anfängliche Frustration überwunden war, konnte ich diese Zeit immerhin ausgiebig mit meiner Familie nutzen und mit Ihnen gemeinsam den Rest des Jahres und die Saison 2020 planen.
Was soll ich sagen, danke für diese coole Planung und den steten und uneingeschränkten Rückhalt!
Wie ist er denn nun der Plan?
Nachdem die WTC ja nun überall den Rolling Start umsetzt, den ich nicht gut finde, wollte ich keinen Ironman mit diesem Modus mehr absolvieren. Aber halt, überall?
Nein ein Rennen mit Massenstart, überschaubar großem Starterfeld, fairen, weil harten Bedingungen auf dem Rad und mit einer schönen Insel-Destination bliebe noch..?!?
Richtig, ich werde noch einmal beim Ironman Lanzarote an den Start gehen! Olé!!

6 Wochen nach meinem Maleur ging immerhin Rolle fahren wieder, auch wenn ich meine Einheiten bei Zwift lieber nicht öffentlich absolviert habe..
Das Stabilisations- & Propriozeptionstraining vor den ersten Läufen hat aber länger benötigt als zuletzt, auch das OSG ist eben schon 40 Lenze.
Nach reichlichen 8 Wochen ging es dann aber wieder aufs Laufband, hier scheinen einfach weniger Traktorspuren zu lauern.
Dennoch benötigt auch hier der Wiedereinstieg länger als erhofft.

Die letzten 10 Tage waren wir nun aber auf des deutschen Lieblingsinsel und ich konnte formtechnisch einen großen Schritt in die richtige Richtung machen. Da wir einige Tage mit weniger Sonnenschein hatten, gab es neben vielen Grundlagenkilometern auf dem Rad auch einige in den Laufschuhen und auch den ersten langen Lauf. Alles ohne körperliche Gebrechen und Wehwehchen.

Die nächsten 3 Monate werde ich mich nun an einem gewissen Lionel S. orientieren und Rolle & Laufband in meiner „pain cave“ malträtieren.
Um dann für 10 ex- & intensive Trainingstage im Februar auf Fuerteventura gewappnet zu sein.
Denn, wenn der deutsche Radfahrer im Frühjahr sein Rennrad entstaubt, muss mein Zeitfahrrad mit mir schon stundenlange Einheiten im Wettkampftempo durch Anhalt drehen, bevor es dann bereits im Mai zum scharfen Start geht ;-)

Auch wenn das Training sich so recht wetterunabhängig gestalten lässt, bleibt die große Unbekannte des eigenen Keiminkubators in den heimischen 4-Wänden der in der Kita täglich neu beimpft wird… ;-)) es bleibt also spannend.

Aloha & stay true.

Allgemein | Sport-Training | 24. Oktober 2019



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