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Hasenjagt..

So, nun liegen auch die Osterfeiertage hinter uns -für mich waren sie glücklicherweise dienstfrei und dank meiner Teilzeit hatte ich auch den gestrigen Dienstag noch frei… es stand daher ein ordentlicher Trainingsblock auf dem Plan. Leider war das Wetter ja aprilhaft durchwachsen, aber die Entscheidung zu Hause zu bleiben erwies sich diesbezüglich als absolut richtig.., zwar waren die Temperaturen mit nur 7 Grad am Ostersonntag recht frisch, aber bis dahin war es komplett trocken (und schneefrei!), lediglich der Ostermontag war mit leichtem Nieselregen und 6 Grad nicht so wirklich kuschelig -gut dass hier „nur“ 5 Stunden Rad auf dem Plan standen..-aber wie heißt ja der so herrlich häufig strapazierte Satz „nur die Harten…..“

So wie sich meine Beine aktuell anfühlen war der Block durchaus effektiv und auch insgesamt bin ich echt alle und freue mich auf meinen verdienten Ruhetag heute (und der wird ganz sicher sportfrei..).

Ein kleine Abwechslung gab es für mich am Samstag, hier führte mich ein ganz besonderer Termin mit meinem Sponsor AtmoDesign nach Dresden, denn schon lange geplant und nun endlich realisiert, stand eine professionelles FotoShooting auf dem Plan. Die von Atmo so toll designten Rad-, Lauf- und Wettkampfklamotten sollten an mir und mit Rad entsprechend in Szene gesetzt werden.. -eine für mich völlig neuartige und dennoch tolle Erfahrung!

Die ersten Bilder, die ich gesehen habe, sind der absolute Hammer!!!! -seid gespannt, sobald sie das „OK“ von Atmo haben, werdet ihr sie unter anderem, auf dieser Seite finden…..

Allgemein | 10. April 2012


"off topic"

..heißt es ja neu-deutsch, aber hier mal eine kleine „putzige“ Anekdote fernab des Sports..:

Neulich an der Kasse in einem Kaufland mitten im „Land der Fürhaufsteher“; Herr Peich kaufte mal wieder reichlich Obst und Salat ein („Oh Wunder..“), unter anderem auch die eine oder andere von weit her importierte „exotische“ Frucht. Die reizende junge Azubine an der Kasse zog ein ums andere Produkt über den Scanner, leider haben einige lose Früchte ja keinen Barcode, d.h. sie musste die entsprechenden Artikelnummern per manus eingeben, da dies etwas dauerte, muss mir wohl eine etwas skeptischer Blick entglitten sein, worauf die prompte und verunsicherte Nachfrage kam „aber das war doch jetzt ne Papaya, oder???“ Ich musste schmunzeln..“Ja, war es..“ sagte ich und dachte mir, „ach, hätte sie das vermeintlich landestypische frühe aufstehen mal lieber regelmäßig für die erste Stunde genutzt..“

Allgemein | 10. April 2012


IM Cozumel 2011

Ich hatte mich die letzten Tage trotz der durchwachsenen Vorbereitung noch recht gut auf das anstehende Rennen fokussieren können, auch wenn es ursprünglich mein Saisonhighlight mit der Hawaii-Quali sein sollte, so hatte mich eben aufgrund dieser mäßigen Vorbereitung wieder auf mein ursprüngliches Ziel –nach meiner schweren OSG-Verletzung 2011 noch eine Langdistanz zu finishen besonnen. So begann ich meinen Renntag zwar hochkonzentriert und –fokussiert heute morgen um 4:00 Uhr –aber relativ entspannt und guten Mutes. Ein leichtes Frühstück zu nachtschlafender Zeit (nach einem 3 Tägigen Carboloading sollte dies reichen) und im Shuttle zum Startareal. Mein Rad stand an Ort und Stelle und auch die Reifen hatten die gestrige Mittagshitze unbeschadet überstanden. Ich spulte die üblichen Vort-Start-Gewohnheiten gemeinsam mit Christian Ritter ab. Der Schwimmstart für uns Agegrouper erfolgte 20 Minuten nach dem Profistart, als Wasserstart vor dem Pier des Delphinariums, wobei ich mich in der ersten Reihe einordnete –die knapp 2400 anderen Athleten drücken ganz ordentlich von hinten, so dass es schwer fiel hinter der Startlinie zu bleiben –einige Athleten nahmen dies auch nicht so genau und hatten daher kanpp 50 Meter weniger zu schwimmen ;-(

Nach dem Start hatte ich sofort relativ viel Platz, da ich mich entschied recht hart anzuschwimmen –zunächst knapp 8-900 Meter gegen die ordentlich drückende Strömung, dann kurz quer und schließlich gut 2 Kilometer mit der Strömung, die Führungsgruppe war recht flott unterwegs, so dass ich mich an die Spitze der Verfolger setzte –auch wenn Wasserschatten sicher etwas Kraft spart, so schwimme ich, auf meine Schwimmleistung vertrauend, lieber vorne als in der Waschmaschiene diverser Beinschläge. Auch an der letzten Wendeboje konnte man erneut einige Athleten der Spitzengruppe sehen, die die Streckenführung leider nicht so genau nahmen.. ;-(

Ich schwamm das lange Stück mit und den letzten Kilometer gegen die Strömung recht flott und freute mich, das ich gut glitt –ich begriff, dass die Form da war und da man beim Schwimmen doch auch Zeit zum nachdenken hat,war ich nun heiß und wollte meinen Slot –ich sah mich bestätigt, nachdem ich aus dem Wasser kam und der Radbeutelständer und die Wechselzone noch fast vollständig gefüllt waren.. (wie ich später erfuhr war meine Schwimmzeit mit 51 Minuten auch völlig ok)

Ich fand meinen Beutel und auch mein Rad auf Anhieb, daß beim Wechsel die Einstiegshilfe meines High-end-Triahtlonradschuhs abriss irritierte mich überhaupt nicht.

Ich schob mein Rad den langen Weg durch die Wechselzone und stieg auf,

der erste Antritt fühlte sich sehr gut an, dennoch hielt ich meine Herzfrequenzvorgabe ein, um nicht zu überpacen. Ich hielt mich strikt an meine Trink- und Essintervalle und trotz des leichten Gegenwinds auf den ersten 30 Kilometern rollte es ganz gut –ich war voll im Soll ;-))

Ich „sammelte ca 6-7 Athleten ein“, bis dahin ein absolut sauberes Rennen! Bei Kilometer 35 fing mich eine Gruppe von 5 Atlethen in bester Mannschaftszeitfahrmanier ab –auch den belgischen Kreisel konnten sie wirklich gut!!! Sich fair gegen diese Gruppe wehrend und gemeinsam mit mir über selbige aufregend, erkannte ich Thomas J. Vonach, den Freund und Trainer von Yvonne van Vlerken. Wir tauschten uns kurz aus, ob wir resignieren und mitkreiseln sollten oder ob wir uns fair wehren wollen –eigentlich keine Überlegung, sondern eine klare Sache..

Ca. bei Kilometer 60 hatte ich die Gruppe deutlich hinter mir gelassen –denn die Entscheidung war „einfach vorne raus fahren“ ;-)) allerdings war dann auch Thomas weg!??!

Es lief also großartig, die Beine waren gut, das Tempo hoch und der Puls passte! Mein Bein hatte sich zwar kurz gemeldet, aber es war ein unterschwelliger, absolut tolerierbarer Schmerz und ich war heiß auf den Slot… mir fiel einmal mehr der gute Rocky Balboa ein: „It´s not about how hard you hit, it´s about how hard you can get hit and still move on!“ ..ich dachte mir also, „Hey, Körper, Dir muß da schon mehr einfallen um den Kopf zu überwinden..!“

Durch das „nach vorne fahren“, war die zweite Runde etwas flotter als die erste und der Kurs lag bei ca 4:45 Stunden:Minuten als Hochrechnung für die 180Km.

Bei Kilometer 97 bremste ich zur Verpflegungsstelle etwas ab, da meine „Vorräte“ nun zur Neige gingen, ich lud ordentlich nach und wollte anschließend im Wiegetritt hochbeschleunigen, als plötzlich irgendetwas laut knackte und unter mir wegbrach, ich prallte mit dem Oberkörper auf den Lenker und kam ins straucheln konnte mich aber glücklicherweise abfangen, so dass ich nicht stürzte. Ich hielt an und sah nun das ganze Malheur: meine rechte Pedalachse war komplett aus dem Pedalkörper herausgebrochen!!!

FU……….K!! ich war vollkommen sprach- und gefühllos in diesem Moment –mir fehlten die Worte….ein solch verkorkster Saisonbeginn, dann der harte Weg zurück und dann DNF?!!

Wohl oder übel rollte ich nun mit Rückenwind einbeinig zurück in Richtung Hotel, irgendwann hatte ein Mexikaner Mitleid und nahme mich hinten auf sein Moped –mit geschultertem Rad ging mein Rennen also zu Ende.. DANKE Adrian, für den weltbesten Soziusplatz –er erzählte mir, dass er Lifeguard ist und nächstes Jahr seinen ersten 70.3 und auch den Ironman Cozumel 2012 machen will –als kleines Dankeschön schenkte ich ihm meine Radflaschen..

Erst zurück im Hotel brach es dann aus mir heraus, ich war nun tief traurig und hab auch einige Tränen vergossen, aber nach zwei tröstenden Packungen Schokokeksen und zwei Bier war ich wieder soweit gefestigt, dass ich ein Shuttle in die Stadt nahm und mir den Rest des Rennens ansah! Leider lief es auch für Christian dann hintenraus nicht mehr wirklich, er ist in Führung liegend bei Laufkilometer 30 „geplatzt“! -feel sorry for him!

Ich wäre nun nicht ich, wenn ich meinen Plan nicht weiter verfolgen würde und der eine oder andere Umweg hat mich ja bekanntlich auch noch nie davon abgebracht.

Wie also nun weiter? –zunächst Saisonpause mit Bewegung nach Lust und Laune (ein Narr, wer denkt die Saisonpause eines Triathleten wäre triathlonfrei…-selbstverständlich ist das nicht der Fall! ;-)

;-)))))

Im Anschluss geht es für mich am 2. Weihnachtsfeiertag mit Ute Mückel und Ihrem Team nach Fuerteventura ins Las Playitas um meine Saison 2012 einzuleuten.. denn mit zwei bereits gemeldeten Hawaii-Qualifiern geht es für mich 2012 in jedem Fall nach Hawaii.. JAWOHL!

Und hey, mit Cozumel hab ich nun ja auch noch eine Rechnung offen…

Zunächst wird es in den nächsten Tagen auf dieser Seite sicher etwas ruhiger als zuletzt, aber ich werde Euch weiter auf dem Laufenden halten –also keep click´n!

Und nochmals eine riesengroßes MERCI für´s mitfiebern und den zahlreichen mentalen Support via www!!!!!!!!!!!

Rennberichte | 26. November 2011


erneuter Re-Start

So, nun liegen also auch die ersten Rad- und Schwimmeinheiten nach dem Infekt hinter mir.. und zumindest beim ersten Mal auf dem Rad ging es mir ähnlich wie Yvonne van Vlerken, die nach Ihrem Rennausstieg auf Hawaii im Interview sagte „I lost somewhere outthere 50 watts..!“ ..einziger Unterschied, bei mir waren es so 60-70.. ;-( aber so eine Woche wie meine vergangene schlaucht eben richtig und da braucht der Körper wohl noch einige Tage zum Kraft sammeln..

so ging dann auch das Koppeltraining am Folgetag schon deutlich besser und ich konnte so 30-40 Watt wieder einsammeln.. auch der anschliessende Lauf ging fast so flott wie gewohnt -allerdings hat man hier schon noch gemerkt, dass die Speicher noch nicht wieder vollständig aufgefüllt sind. Hierzu habe ich aber ja noch zwei Wochen Zeit und in der nun folgenden Taperingphase gibt es auch keine zehrenden Einheiten mehr.

Trotzdem wer irgendwo noch so runde 100 Watt herumirren sieht oder sie findet, der schicke sie bitte zum 27. November nach Cozumel -da werden sich zwei Athleten dann ziemlich freuen… ;-))

Auch die Materialvorbereitungen für Cozumel laufen gut-denn man sollte schon alle sieben Sachen beisammen haben -von Material, über Verpflegung bis zur Bekleidung- wenn man ans andere Ende der Welt zu einem Wettkampf fliegt. Außerdem sollte man sich gerade im Rennen immer auf bewährtes verlassen, zumal ich nicht glaube, dass es auf Cozumel einen Radladen für alle Fälle gibt ;-)

So ist mein zweiter Zeitfahrhelm, der deutlich besser belüftet ist, nun also auch im entsprechenden Wettkampfoutfit, er glänzt ebenfalls im von ATMO ersonnenen und durch BSLine umgesetzten Design.. -so kann ich dann hoffentlich auch auf Cozumel einen kühlen Kopf bewahren und mich auf mein eigenes Rennen konzentrieren..

Allgemein | 13. November 2011



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