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MD Bad Kissingen 2011

Aufgrund meiner langen Verletzungspause schien meine Wettkampfsaison ja bereits im Mai gelaufen, aber nachdem ich nun seit knapp 6 Wochen wieder laufen kann und meine Form auch besser war als ich in den Wochen nach der Verletzung jemals gedacht hätte, wollte ich diese Saison doch noch einen Wettkampf hier in Deutschland bestreiten -auch als Formtest für meinen Start auf Cozumel im November.

Patrick und ich hatten uns hier die Mitteldistanz beim Main Post Triathlon in Bad Kissingen ausgesucht, Schwimmen sollte im 50m Becken stattfinden, die Radstrecke ließ, da Bad Kissingen mitten in der Rhön liegt, einige Höhenmeter erwarten und auch die Laufstrecke sollte etwas wellig sein.

Ohne große Erwartungen und mit meinem Trainingslaufradsatz mit einem Leistungsmesssystem fuhren wir also nach Bad Kissingen, ich kam direkt aus meinem Trainingslager in Bayern und ohne große Taperingphase. Auch mein Trainer Patrick Eder reiste extra zur Betreuung und Unterstützung an!

Das Schwimmen war bei 23°C ohne Neo im Terrassenschwimmbad in Kissingen, die Einordnung der Starter auf den Bahnen erfolgte anhand Ihrer vorraussichtlichen Schwimmzeit -ich fand mich auf der schnellsten Bahn 1, gemeinsam mit den beiden Europacup-Athleten aus Postdam P.Krell und A.Zielke. Diese machten auch sofort mit dem Startschuss ernst und ich musste bereits nach 400m abreissen lassen -allerdings konnte ich schon im Wasser erkennen, dass auch nach mir eine größere Lücke reißt ;-)

Ich entstieg dem Becken nach soliden 27:11 min:sek auf Position 3 liegend. Der Wechsel war soweit in Ordnung und so stürzte ich mich das erste Mal den Hügel auf dem die Wechselzone lag hinunter auf die Radstrecke. Zunächst ging gefühlt erst mal nichts und die Beine waren sofort am ersten Anstieg blau… aber was heißt hier erster Anstieg?!? -die Radsrecke ging die ersten 5-6 Km stetig bergauf, dann ca. 4 Km wellig zum Wendepunkt und zurück zur Wechselzone -auf besagtem Hügel.. Am ersten Wendepunkt erkannte ich, dass auch die beiden Postdamer nur mit Wasser kochten und nicht wirklich weg kamen ;-) und ich sagte mir „hey, es soll ein Formtest sein.. -also alles was geht und schauen was hintenraus passiert..“ auf der langen Abfahrt in der ersten Runde verhakte sich aus einem mir unerfindlichen Grund, schließlich fahre ich das Rädchen exakt so seit tausenden Kilometern..?!, der Trittfrequenzmessmagnet in der Kette, so dass ich den größten Gang bergab nicht nutzen konnte ;-(

hier ein Bild am Anstieg zum zweiten Wendepunkt, bzw der Wechselzone:

Dank der übersichtlichen Strecke und der Ansagen von Patrick war mir klar, dass ich trotzdem auf die beiden Führenden aufholte. Im Anstig der dritten Runde sprang mir dann die Kette beim Schalten einmal ganz ab -ich musste kurz stoppen und Hand anlegen..zum Glück ging hierbei auch der Trittfrequenzmagnet verloren, so dass ich dann auch endlich wieder den dicksten Gang verwenden konnte.. und so konnte ich Ende der dritten Runde auf Platz 2 vorfahren!

Ich erreichte die Wechselzone mit ca. 40 Sekunden Rückstand auf Platz 1 mit dem schnellsten Radsplit des Tages und war gespannt, was meine Beine beim Laufen noch hergeben würden.

Ich startete die ersten 3 Kilometer in jeweils unter 3:30 (ok, es ging eben auch bergab), beim Einbiegen in den Kurpark, der in der prallen Sonne lag, erreichte ich dann allerdings auch gefühlte 44°C Körpertemperatur. Hier fand sich leider auch keine Verpflegungstelle, dies war allerdings auch so ziemlich das einzige Manko der Premierenveranstaltung in Kissingen! Beim Ereichen der Wechselzone nach den ersten 5 Kilometern hatte der Führende Philip Krell bereits 4 Minuten Vorsprung! aber ich sagte mir nach nur 6 Wochen Lauftraining ist das auch nicht erstaunlich, wollte mir aber unbedingt beweisen, dass es noch geht und versuchte das Tempo so hoch wie möglich zu halten -ich pendelte mich bei einem Tempo zwischen 4:25 und 4:35 ein und nutzte bei nunmehr ca. 32°C Außentemperatur jede Möglichkeit der Kühlung; trotzdem holte mich eingangs der 4 Runde Axel Zielke ein und ich fiel wieder auf Platz 3 zurück, nachdem er mich überholt hatte, konnte er gleich ein ca. 70-80m großes Loch reißen, aber dann auch nicht mehr.. Ich biss mich fest und bei Kilometer 17-18 konnte ich wieder aufschließen. Wir liefen ca. einen Kilometer gemeinsam, ich dachte mir in einem Zielsprint würde ich definitiv unterliegen, also versuchte ich bereits am Fuße des Hügels zur Wechselzone das Tempo zu verschärfen und alles auf eine Karte zu setzten..und siehe da, Axel konnte nicht folgen.. ich erreichte tatsächlich als zweiter das Ziel! wäre es allerdings nur 100m weiter gewesen, ich wäre vermutlich ins Koma gefallen ;-))

Ich bin überglücklich, denn 15 Wochen nach meiner Verletzung und der radiologischen Meinung, dass sportliches Laufen mit diesem Sprunggelenk wohl nicht mehr möglich sein würde, zeigte dieser Formtest nicht nur, dass mein Sprunggelenk vollkommen wieder hergestellt ist, sondern auch, dass meine Form bereits wieder mehr als passabel ist und Cozumel in 11 Wochen ruhig kommen kann ;-)))

Rennberichte | 15. September 2011


Sensomotorische Radschuheinlagen

http://www.sensomotorik-zentrum.de/

Mittlerweile habe ich die Radschuheinlagen seit etwa 10000km verwendet –ich denke eine durchaus repräsentative Kilometerzahl um ein Fazit zu ziehen:
Ich hatte früher häufiger, gerade im Rahmen langer Einheiten Schmerzen unter dem Großzehengrundgelenk –also genau dort, wo bei Idealer Cleat-Positionierung- die Pedalachse liegt. Des Weiteren, wie wahrscheinlich die meisten Radfahrer es kennen, Schmerzen im Bereich des Fußrückens mit Taubheitsgefühlen in den Zehen DII-IV.
Nun der ursprüngliche erste Eindruck direkt nach dem Anziehen der Schuhe ist geblieben, es fühlt sich im Bereich des Mittefußes irgendwie unbequem an. Nach einigen Minuten umhergehen oder dem Aufsteigen auf das Rad ist dieser Eindruck allerdings verschwunden und man bemerkt die Einlagen nicht mehr –es fühlt sich dann recht bequem an.
Auch das Gefühl stabiler auf dem Pedal zu stehen ist geblieben. Selbst bei Einheiten mit „richtig Druck“ auf dem Pedal wie z.B. Kraftausdauer-Intervalle am Berg oder auch bei langen Einheiten mit zunehmender Ermüdung bleibt der Fuß besser in der neutralen Position.
Wie viele Radfahrer neige ich (links>rechts) dazu bei Ermüdung mit dem Rückfuß nach innen zu kippen –dies wird durch die posteromediale Abstützung des Fersenbeines deutlich reduziert –das bringt eine direktere Kraftübertragung, Entlastet den Bandapparat des Sprunggelenkes und schont die Wadenmuskulatur inkl. der Achillessehne –vor allem bei Triathleten natürlich ein wichtiger Aspekt, denn die Wadenmuskulatur wird so für den noch ausstehenden Lauf geschont.
Beschwerden im Bereich des Großzehengrundgelenkes oder Taubheitsgefühle der Zehen traten auch im Rahmen der hohen Trainingsumfänge im Trainingslager nicht mehr auf. D.h. auch auf dem Rad bin ich mittlerweile vollkommen beschwerdefrei und auch lange Ausfahrten bereiten meinem aufgespreizten Vorfuß keine Qualen mehr ;-)
Also auch die Radeinlagen sind absolut empfehlenswert, zumal die Radschuhhersteller die Wichtigkeit einer vernünftigen Fußbettung scheinbar nur sehr langsam erkennen. Steife und teure Carbonaußensohlen mit null Flexibilität und maximaler Kraftübertragung gibt es mittlerweile von allen Radschuhanbietern, orthopädisch sinnvolle Innensohlen meiner Meinung nach bisher nur von Bontrager und Specialized. Da die Sensomotorikeinlagen aber maß- und individuell gefertigt und eingepasst werden, denke ich ist dies die bessere Variante, zumal sie den „modebewussten“ Triathleten auch die freie Schuhwahl lässt…
Ich fahre die Einlagen auch bei meinen Wettkämpfen –selbst im Ironman!

Produktreviews | 26. Juli 2011


Rezension Blueseventy pz3TX

Der pz3TX von Blueseventy ist ein neoprenfreier Schwimmanzug, d.h. er ist durch die kurzen
Beine und die freiliegenden Schultern, aber vor allem weil er ein reiner Textilanzug ist
regelkonform bei allen Rennen mit Neoverbot! –wie z.B. die Ironmanrennen in wärmeren
Gefilden wie z.B. Cozumel oder Hawaii!
Er wird über dem normalen Triathloneinteiler getragen, also in T1 ausgezogen –eben wie ein
Neo.
Zu mir: leistungsorientierter Langdistanztriathlet,
guter Schwimmer (Freiwasser 3,8km < 55min) neutrale Wasserlage, armbetonter Schwimmstil 188cm groß Gewicht ca. 78kg Pz3TX Größe ML. Mein erster Eindruck bei der Anprobe: bei mir sehr gute Passform, sehr straff und eine hohe Materialfestigkeit und somit einen spürbaren „Kompressionseffekt“ nahezu etwas beklemmend. Alle Nähte sind verschweißt, das Rückenteil ist –auch dem Einsatz im Warmen zugedacht- weiß, gegen ein zusätzliches aufheizen beim Schwimmen. Im Vergleich zu meinem bewährten pz3 fühlt er sich trotz des fehlenden Neoprenanteils irgendwie straffer an (bei gleicher Größe). Der erste Praxistest erfolgt in der heimischen Schwimmhalle und verlief absolut positiv! Ich bin an sich ein guter Schwimmer mit neutraler Wasserlage (der Neo meiner Wahl ist ein Orca Alpha). Trotzdem fühlte sich die Wasserlage schon irgendwie „schneller“ an, man liegt nicht so tief im Wasser.. Das Gleitgefühl ist sensationell und man sieht das Wasser wirklich abperlen. Selbst mitgestoppt waren die hunderter knappe 2 Sekunden schneller und ich sparte pro 50m Bahn 2-3 Züge (der kühle Rechner weiß schnell, das bedeutet bei einer Langdistanz 76 Sekunden eher in T1 und Kalorien für 152-228 Armzüge gespart!) –wie viel Effekt hier rein psychologisch und wie viel wirklich objektiv auf den Anzug zurück zuführen sind.., wer weiß ABER sich schon allein schneller zu fühlen im Rennen ist ja eine gute mentale Basis für die beiden folgenden Disziplinen! Also meine Fazit –absolut empfehlenswert!

Produktreviews | 26. Juli 2011


Sensomotorische Laufschuheinlagen

http://www.sensomotorik-zentrum.de/
seit 1994
Triathlet
seit Dezember 2009
mit Sensomotorikeinlagen
Laufstil/-typ:
neutraler, „vorderer Mittelfußläufer“
Pathologien:
Senk-Spreizfuß mit Metatarsalgie, Achillodynie
Trainingsumfang:
je nach Saisonphase 12 – 34 Wochenstunden (30-120 Laufkilometer/Woche)
In der Saison 2009 zum Saisonende stellten sich die ersten leistungssportbedingten „Schäden“ ein: ich hatte beim Laufen Schmerzen in der rechten Achillessehen und immer häufiger (teilweise auch bei längeren Radeinheiten) Schmerzen im rechten Mittelfuss.
Ich entschloss den geplanten Berlinmarathon nicht zu laufen und machte stattdessen eine verlängerte (Lauf-) Saisonpause. Ich unternahm verschiedenste Therapieversuche–in der Hoffnung beschwerdefrei wieder einsteigen zu können… ABER die beiden Plagegeister gaben trotz NSAR-Stoßtherapie, Aniflazym, Voltarenphonophorese, Ultraschall, detonisierender Physiotherapie, isometrischer Kontraktionsübungen und Reizstrom keine Ruhe: ich litt weiter in wechselnder Intensität unter meiner Metatarsalgie und vor allem der Achillodynie.
Ich lief bis dahin ohne Einlagen (trotz des Wissens über meinen mäßigen Spreizfuß). Ich begann nach weiteren Alternativen zu suchen und machte mir Gedanken über eine erneute Einlagenversorgung –als Kind hatte ich jahrelang konventionelle (statische) orthopädische Einlagen –allerdings waren diese immer nur sehr bedingt sport- und sportschuhtauglich. Im Rahmen der Wettkampfmesse beim ITT Ferropolis fiel mir der Stand des Sensomotorikzentrums Berlin auf.
Ich beschäftigte mich zunächst etwas mit dem Konzept der sensomotorischen Einlagen und entschied mich dann diese auszuprobieren. Ich vereinbarte einen Termin in Berlin. Nach einem eingehenden Gespräch, wurde der körperliche Status routiniert und professionell erhoben. Es folgten statische und dynamische Fußdruckmessungen, ein Fußabdruck, sowie eine Gang- und Laufvideoanalyse. Nach ca. 14 Tagen waren meine Einlagen fertig. Die Passung der Einlagen war sehr gut, sie hatten ein sporttaugliches Gewicht und auch die erste Anprobe vermittelte einen guten Fersenkappensitz –hier hatte ich mit konventionellen Einlagen früher häufig ein „Schlapp-Gefühl“.
Ich war sehr gespannt auf meinen ersten Trainingslauf: es sollte ein 10km GA1 Lauf sein, die ersten Meter waren ungewohnt, vor allem der vordere „Powerspot“ im Bereich der lateralen Zehen und die retrokapitale Pelotte vermittelten mir den Eindruck „mit den Foltergeräten hälst Du keine 1000 Meter durch“ –doch es kam anders!
Nach und nach wich der Eindruck „etwas im Schuh zu haben“ dem Gefühl heute irgendwie aufrechter zu laufen und einen kräftigeren Abdruck zu haben. Am Ende blieb ein gemischter Eindruck –erstmal abwarten.. Der Folgetag brachte ordentlichen Muskelkater in beiden Waden mit sich.
Ich lief nun jede Trainingseinheit mit den neuen Einlagen –das aufrechte Gefühl blieb, der Muskelkater und auch die Metatarsalgie verschwanden vollständig. Was zunächst noch blieb war die schmerzende Achillessehne –allerdings wurden die Beschwerden weniger und stellten sich meist nur noch nach längeren Läufen und unzureichendem Dehnen ein. Nach ca. 3 Wochen entschied ich mich meinen DS Trainer gegen einen Schuh mit geringerer Sohlenbreite im Fersenbereich und damit geringerer Winkelbeschleunigung und Belastung auf die Achillessehne zu wechseln(Mizuno Wave Elixir 5).
Neben dem „eigentlichen Trainingseffekt“ beim Laufen wird, durch die Einflussnahme der Spots der Einlagen auf die Fuß- und Unterschenkelmuskulatur, diese besonders aktiviert, bzw. durch die veränderte Vorspannung der Muskeltonus reduziert –diese theoretisch klingenden Dinge kann man (ich) aber auch ganz praktisch erfahren (-laufen) und sogar messen: die Wadenmuskulatur ist spürbar weicher geworden, d.h. in Ruhe zerrt kein erhöhter Muskeltonus mehr an der malträtierten Achillessehne und meine Fußdruckmessung weist ein deutlich normalisiertes Muster im Quergewölbe auf –der Spreizfuß ist weniger stark.
Die Einlagen laufe ich mittlerweile seit einigen tausend Kilometern (inkl. Schuh- und Modellwechsel), sowohl im Training als auch in meinen Wettkämpfen. Von meinen ursprünglichen Beschwerden ist aktuell nichts mehr zu merken und das, obwohl meine Umfänge und vor allem die Gesamtbelastung (wir Triathleten laufen ja nicht nur..) eher gestiegen sind. Früher hatte ich regelmäßig feste Waden, da ja auch das Rad fahren über die Wadenmuskulatur geht und dadurch bedingt häufig Beschwerden mit den Achillessehnen.
Beim Laufen nehme ich die Einlagen mittlerweile gar nicht mehr war. Durch die flache Bauart der Einlagen, hatte ich auch noch nie Probleme mit der Fersenkappenpassform der Laufschuhe. Die Sensomotorikeinlagen bauen unwesentlich höher als die normalen Innensohlen der Schuhhersteller und im Austausch gegen diese verändern sie die Passform der Schuhe nicht merklich. Auch das geringe Mehrgewicht ist nicht spürbar, da sie ja gegen die normalen Einlegesohlen getauscht werden.
Den schnellen Wechsel im Wettkampf haben die Einlagen auch nicht behindert, da sie relativ rigide sind, verrutschen sie auch nicht beim Anziehen der Schuhe mit nassen Füßen. Ein zusätzliches Einkleben entfällt also.
Nässe halten sie auch gut aus, allerdings sollte man die Einlagen danach eher sanft trocknen und nicht auf der Heizung trocknen.
–daher habe ich neben der Laufschuhversorgung nun auch eine spezielle Radschuheinlage

Produktreviews | 26. Juli 2011



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