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Pfingsten oder Bimbach400

Ich war seinerzeit auf der Suche nach einer guten Möglichkeit für ein Vorbereitungsrennen für unseren Start beim 24 Stunden-Rennen im Rahmen von Rad am Ring Ende Juli. Im www „stolperte“ ich über ein Event in Bimbach zu Pfingsten. Pfingsten in der Rhön –schön!
Ich fand den Marathon am Sonntag mit 257km recht ansprechend, da ich, zahlreiche Rad-Lebens-kilometer hin oder her, noch nie länger als 230km am Stück gefahren war. Weiter entdeckte ich dann die Bimbach 400-Wertung, hieß, wer Samstag noch eine weitere längere Strecke bei der RTF fährt und so dann also >400km am WE „abreißt“ der bekommt die Rhön400-Medaille. Schöne Idee.
Ich meldete mich also für die 160km am Samstag und die 257km am Sonntag an, die Höhenmeterangaben von 2400 bzw. 4800 fand ich zusätzlich reizvoll. Damit die Familie auch noch etwas davon hat, suchte ich ein Hotel, in dem man es auch noch etwas länger aushalten kann und wir planten ein verlängertes Familien-PfingstWE.
Samstag kam und das Wetter sah recht ansprechend aus, zwar etwas wölkig, aber trocken und kurz-kurz-tauglich temperiert. Nur die Bäume bewegten sich so lebhaft?!
Da es eine RTF ist, gibt es ein Zeitfenster zum Starten von rund einer Stunde, ich entschied mich, um nicht zu früh aufstehen zu müssen für eine mittlere Startzeit. Holte dann also meine Startkarte ab und fuhr alleine los, alleine sollte ich dann insgesamt für 120 km bleiben. Es waren zwar zahlreiche Fahrer unterwegs, aber ich konnte immer nur anteilig jemanden finden, der mein Tempo fuhr.
Die Landschaft der Rhön war toll und die Strecke führte über zahlreiche Nebenstrassen und war insgesamt nur sehr wenig vom motorisierten Verkehr frequentiert; toll. Irgendwo bei km 120/130 dachte ich mir so, wow man könnte das jetzt mit sanften Anstiegen und einem lauen Lüftchen umschreiben! Allerdings kamen mir bei 60 km/h Windgeschwindigkeiten und Anstiegen bis 20% eher so Formulierungen wie „verdammter Gegenwind“ & „Sch..berge“ in den Sinn ;-)
Trotz allem habe ich es sehr genossen und hatte am Ende einen knapp 29´er Schnitt auf der Uhr, ehrlich alleine rausgedrückt, denn geschont haben ich mich in Anbetracht des Sonntages nicht.. „ist ja Training & es darf ja auch mal wehtun“ dachte ich mir.
Sonntag ging ich dann wieder in der Mitte des Startfensters auf die Strecke. Ich fuhr mit der gleichen Pace los, wie am Vortag. Die Beine waren recht gut, nicht mehr ganz so spritzig aber gut, wer will schon sprinten. Das Wetter war der absolute Traum; Sonne, 25°C & fast windstill.
Ich fuhr so bis km 30 alleine, dann kam eine gut funktionierende Dreiergruppe von hinten. Ich schloss mich im Einvernehmen an und wir legten ein gutes Tempo hin. Leider fuhren die 3 „nur“ die 218km & was ich nicht wußte, diese beiden Strecken trennen sich bei km 120. Wir mussten uns nach 90 flotten Kilometern also leider trennen, aber großen Dank an die drei & Chapeau an die Dame in der Runde!!
Ich fuhr dann von km 120 bis km 190 wieder alleine. Die Strecken durch die Hochrhön sind absolut toll und sollten, egal ob im Rahmen der Veranstaltung von Bimbach unbedingt auf der „to do Liste“ von Rennradfahrern stehen!! Aber gerade der Sonntag war sensationell geplant und auch hier nochmal ein großes Lob an Flo, den Streckenplaner.
Ab km 190 fuhr ich dann mit einem Fahrer aus Hannover, wir verstanden und gut und das Tempo harmonierte auch, alleine hätte ich „hintenraus“ vermutlich etwas Tempo eingebüßt. Wir hatten beide einen etwas längeren Anstieg im Höhenprofil als letzten Anstieg ausgemacht, aber als wir deutlich über der 200km-Marke um eine Kurve fuhren mussten wir erschrocken feststellen, dass hier offenbar jemand nochmal die Strasse an die Wand genagelt hatte. Übrigens der einzige Moment der beiden Tage, in dem ich mich fragte, ob das „Not tut“.
Bei km 220 wurden die verschiedenen Strecken wieder zusammengeführt und es entwickelte sich eine gute Gruppendynamik, so dass wir bei wechselnder Führungsarbeit mit Geschwindigkeiten von 40-50 km/h dem Ziel entgegen fuhren. Nach einer Ortsdurchfahrt mit etwas hektischen Situationen entschied ich aber die Gruppe nach hinten zu verlassen, denn ein Sturz braucht wirklich niemand.. erst recht nicht wenn es um die „goldene Ananas“ geht.
Am Ende lag mein Schnitt wieder bei 28 Komma & geht bei dem Höhenprofil völlig in Ordnung.

Mein Fazit: die Rhön, schön! & der Rhön Radmarathon / RTF, noch schöner! Ich komme sicher wieder.
Leider nicht 2020, denn da gibt es kollidierende Pläne. Seid gespannt ;-))))

Allgemein | Rennberichte | Sport-Training | Sport-Wettkampf | 25. Juni 2019


70.3 Rügen oder Triathlon Saison 2018 -das wars!

So, das war sie nun also, meine Triathlonsaison 2018, 25 Jahre nach meinem ersten Triathlon, fand sie heute ein weitgehend versöhnliches Ende beim 70.3 Rügen.
Nach einem weiteren, eher ernüchternden Rennen vor 2 Wochen in der Lausitz beim Knappenman, bin ich mit recht gemischten Gefühlen mit der ganzen Familie nach Binz gereist.
Im Training war die Laufform weiter deutlich besser, als ich in meinen Rennen bisher zeigen konnte, dennoch war ich skeptisch ob meiner wiederkehrenden Magenprobleme.

Das Drumherum war wie immer bei der WTC top & ohne Tadel, die Örtlichkeit hier in Binz & die Strecken sind ohnehin traumhaft & auch das Wetter war wieder top.

Die Schwimmzeiten waren nach dem leidigen Rolling-Start in der 19 Grad „warmen“ Ostsee mit Neo und trotz der ruhigen See recht langsam, das lag aber diese Woche weniger an meinen leeren Armen, denn die waren heute ganz in Ordnung, als viel mehr an einer zu langen Strecke -hier schwanken die Angaben der Smartwatches zwischen 2100 & 2300 Metern. Ich fand es lief rund & die zahlreichen Quallen trübten den Spaß nur unwesentlich, da sie in der Ostsee ja keine Nesseln haben..

Mein Wechsel lief rund & die Beine, die sich beim Knappenman von Anfang an leer angefühlt hatten, hatten wieder Druck. Fein!
Es war für mich ein absolut faires Rennen, da ich selten mehrere andere Athleten um mich herum hatte. Trotzdem sei hier erwähnt, das es wirklich zahlreiche Kampfrichter gab, die einen tollen & besonnenen Job gemacht haben! Daher war das Rennen insgesamt sehr fair & sauber.
Die Radzeit geht in Ordnung, auch wenn sie etwas langsamer ist als letztes Jahr.

Auch der 2. Wechsel lief rund. Beim loslaufen fühlten sich nicht nur die Beine, sondern auch mein Magen-Darm-Trakt gut an.
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Beides blieb bis km 9 auch so, dann meldete sich wieder mein Magen, er krampfte und wollte sich -mal wieder- rückwärts entleeren, was ich ihm aber verwehrte.. zum Glück bekam er sich dann ab km 14-15 wieder ein & ich konnte mein Tempo wieder etwas aufnehmen.
Ich erreichte das Ziel an der Seebrücke dann als 8. in meiner AK & gesamt 87’ter. Das passt soweit & mehr gab mein Magen einfach wieder nicht her.

Aufgrund eines „roll downs“ hätte ich bei 5 Qualiplätzen in meiner AK damit sogar zur 70.3 WM 2019 nach Nizza fahren können.

Hätte können? ja richtig gelesen, denn in meinem Augen ist ein „roll down slot“ kein echter slot & 2. steht 2019 vor allem im Zeichen der Familie.

An dieser Stelle nochmal ein riesen „DANKE“ an Ute Mückel für die tolle Saison, wenn auch die Ergebnisse meist etwas hinter unseren Erwartungen lagen, so kann ich neben Vollzeit & Familie doch auf 3 Mittel- & 2 Langdistanzen mit insgesamt 13,3 Wettkampfkilometern im Wasser, 630 auf dem Rad & 147 in Laufschuhen zurück blicken.

Da dazu aber noch unzählige Trainingskilometer kommen, gilt der noch größere Dank meiner Familie!!

Nun heißt es also „off-Season“ mit Bewegung nach Lust und Laune, das bedeutet ohne Plan & Zieldruck, dafür aber mit der besten Begleitung, die ich mir vorstellen kann;
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Allgemein | Rennberichte | Sport-Wettkampf | 9. September 2018


IM Maastricht oder Langdistanz die 10.

Das war sie also, meine 10. Langdistanz. Ich war ja recht kurzentschlossen nach Maastricht gereist, da ich mit meinem Marathon in Klagenfurt nicht zufrieden war, um dieses Jahr auf der Langdistanz nochmal zu zeigen, was im Training gut machbar ist.
Ich fühlte mich 5 Wochen nach Klagenfurt an sich recht gut erholt und ich war guter Dinge, dass es in den Niederlanden besser LAUFEN würde als in Kärnten. Zumal auch die Trainingsläufe inkl. Koppeltraining und einem langen Lauf in der Zwischenzeit dies zusätzlich vermuten ließen.

Wir sind dann am Freitag nach der Arbeit nach Maastricht gereist. Am Samstag haben wir uns zunächst die Radstrecke mit dem Auto angesehen, meine Begeisterung hielt sich in engen Grenzen (um nicht zu schreiben, dass ich entsetzt war) die Strecke führt in weiten Teilen über schlecht asphaltierte., teils aus Betonplatten bestehende Agrarsträßchen –teilweise nur 2m breit. Mein Highlight waren aber ganz klar 2 aus Gerüsten erstellte Überführungsbrücken über 2 Landstraßen –im MTB-Bereich kenn ich das ohne Frage, aber mit dem Zeitfahrrad?! WTC ist das Euer Ernst?? Ihr argumentiert stets und ständig mit dem Sicherheitsaspekt (rolling start etc.) und dann schickt Ihr >1000 Leute über Behelfsbrücken (von denen eine auch noch 2 Verschwenkungen (Kurven) hatte)? Bedankt Euch beim Wettergott, wenn diese MDF-Gerüstplatten nass gewesen wären hätte es sicher Stürze gegeben, nicht nur vom Rad, sondern auch noch 5-6m tief von der Brücke..
Nun gut, keiner hat je gesagt Ironman ist einfach und so versuchte ich auch dies sportlich zu nehmen und stellte mich eben auf eine langsamere Radzeit ein. Es galt ja schnell zu laufen..
Registration und Check-in liefen dann WTC-gewohnt professionell.

Am Raceday klingelte um 5 der Wecker und es war fast kühl im Vergleich zu den letzten Wochen. Es ging dann zur Wechselzone, Verpflegung verstauen, anschließend zum Schwimmstart.
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Der fehlende Regen & die hohen Temperaturen zeigten sich auch in der Maas; trüb, warm und wenig Wasser.. –also „non wetsuit swim“. Gerne!
Mit einem Rolling start ging es los, ich bin so als 70´er ins Wasser und schwimmen lief –wie immer.., gut. Es ist eine Wendepuntkstrecke wobei zuerst gegen und dann mit der Strömung geschwommen wird,
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Ausstieg ist dann über eine Holztreppe auf einen Kahn und dann über die Landungsbrücke ans Ufer & ca 200 Meter zur T1. Ich bewältigte das Ganze in 58:53 –völlig in Ordnung.
Der Wechsel lief glatt und ich saß zeitnah auf meinem Zeitfahrhobel, der im weiteren Tagesverlauf ungeahnte Crosser-Qualitäten zeigte ;-)
Ich fuhr betont ruhig los und dann kontrolliert nach meinen Wattwerten. Die Strecke ist wie bereits geschrieben teilweise sehr eng und mit schlechtem Belag, auch darf man sich nicht über Schlaglöcher, Querrillen oder mal einen kreuzenden Bewässerungsschlauch wundern, drüber lupfen und gut.. ;-)

Wie gesagt, ich halte die Strecke weder für ironman- noch für sonderlich zeitfahrradtauglich. Nach der ersten Runde und nach der Passage des Kopfsteinpflasterstückes durch die Innenstadt war ich mir eigentlich sicher, dass ich entweder irgendein Teil meines Rades verlieren würde oder eines von mir..
Ich war auf jeden Fall heil froh nach 5:03:15 sturzfrei und mit allen Teilen an Rad & Mann wieder die Wechselzone erreicht zu haben.
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Die Verpflegung auf dem Rad hat super funktioniert und ich fühlte mich nicht wirklich vorbelastet für den Lauf –ganz im Gegensatz zu Klagenfurt, hier fühlte ich mich nach dem Rad schon etwas „angeknockt“.
Motiviert und guter Dinge lief ich –ganz nach Vorgabe meiner Trainerin Ute, die auch an der Strecke stand (DANKE!)-kontrolliert los. Die Bein fühlten sich gut an. Bei Kilometer 1,5 stand Ute und rief mir zu, dass ich in meiner AK mit fast 10 Minuten vorne liege! Cool, „einfach kontrolliert“ durchlaufen und das AK-Podium sollte wohl drin sein..
Tja, aber dann kam es leider wiedermal anders –aber DAS ist eben IRONMAN! –was zählt ist im Ziel!

Ich verpflegte mich wie schon auf dem Rad, zeitgesteuert mit kohlenhydratreicher Lösung. Im Training vertrage ich diese auch immer gut.. aber Training ist eben Training und nicht Wettkampf. Mein Magen begann zu krampfen und ich hatte Mühe aufrecht zu laufen, weiter Energie zuführen gelingt so natürlich auch nicht wirklich und spätestens ab km 12 war mir wieder klar, der Tag wird länger als gewollt.
Ich war ja nach Maastricht gekommen um einen besseren Lauf zu machen als vor 5 Wochen, das würde nicht gelingen, an Podium wollte ich gar nicht mehr denken.., eher dachte ich darüber nach einfach auszusteigen, denn mein Ziel war ja nicht mehr zu erreichen.
Aber DNF ist keine Option, schon gar nicht bei der 10. Langdistanz!
Tja, Cola und Wasser gingen noch so halbwegs; Runde 2 und 3 waren hart, schleppend und fernab eines ansehnlichen Laufens, Runde 4 hatte dann (das Ziel vor Augen) wieder einige „Laufmomente“.
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Ich habe dann quasi auf der letzten Rille das Ziel erreicht und gefinished –nicht mehr und nicht weniger-

An dieser Stelle ein großes „Chapeau!“ an die Maastrichter Zuschauer und Anwohner der Strecke, die Stimmung und Atmosphäre war grandios!!
Bereits beim Schwimmen war das Ufer und die Brücken voll & in jedem Dorf an der Radstrecke waren die Menschen an der Strecke und haben das Rennen mit Picknicken & Musik etc. zelebriert. Beim Laufen war dann jede Menge Party und jeder 2. hatte einen abkühlenden Rasensprenger rausgestellt. Wahnsinn. Danke!

Natürlich bin ich mit dem Rennverlauf und vor allem dem Ergebnis nicht zufrieden und bin auch ratlos woran es genau liegt, mein letzter guter Marathon auf einer Langdistanz ist mir 2013 gelungen, so dass hier mittlerweile nicht nur die Ernährung & Magen-Darm sondern auch der Kopf eine Rolle spielen dürfte.
Unabhängig vom Ergebnis verabschiede ich mich für 2018 & 2019 von der Langdistanz und was danach kommt lasse ich erstmal offen.

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Gratulation an dieser Stelle für sein tolles Rennen.

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Allgemein | Rennberichte | 6. August 2018