Erstens kommt es anders & zweitens als man denkt…

Geneigte Leser, die vermutlich mittlerweile recht rar sind, da ich mich hier ja zuletzt umso rarer gemacht habe, schön, dass ihr hier seid.
Aber warum war es hier so ruhig?
Nachdem ich diese Saison ja langdistanzlos und mit einem Radschwerpunkt gestalten wollte, kam es wie so oft in meinem Sportlerdasein völlig anders. Rhön400 lief ja grandios und bei Rad am Ring wollten wir noch eins drauf setzten, mein Saisonabschluss beim Knappenman sollte es dann abrunden. Folglich zog ich regelmäßig meine Laufschuhe an, so auch Mitte Juni. Hier bremste mich jedoch ein unebener Feldweg recht unsanft aus, Sprunggelenksverrenkung Nummer 4 (immerhin verteilt auf 40 Jahre 😜). Es war sofort zu spüren, dass mehr kaputt ist. Trotzdem musste ich aus der Einöde ja irgendwie wieder nach Hause (ich verzichte hier mal bewusst auf den Begriff „Zivilisation“ ;-)) also knapp 3 km einbeiniges Hüpfen bis zur nächsten Straße.. Ein freundlicher Autofahrer & eine Runde durch die eigene Notaufnahme später war klar, Saison vorbei.. 😤😢
Als die anfängliche Frustration überwunden war, konnte ich diese Zeit immerhin ausgiebig mit meiner Familie nutzen und mit Ihnen gemeinsam den Rest des Jahres und die Saison 2020 planen.
Was soll ich sagen, danke für diese coole Planung und den steten und uneingeschränkten Rückhalt!
Wie ist er denn nun der Plan?
Nachdem die WTC ja nun überall den Rolling Start umsetzt, den ich nicht gut finde, wollte ich keinen Ironman mit diesem Modus mehr absolvieren. Aber halt, überall?
Nein ein Rennen mit Massenstart, überschaubar großem Starterfeld, fairen, weil harten Bedingungen auf dem Rad und mit einer schönen Insel-Destination bliebe noch..?!?
Richtig, ich werde noch einmal beim Ironman Lanzarote an den Start gehen! Olé!!

6 Wochen nach meinem Maleur ging immerhin Rolle fahren wieder, auch wenn ich meine Einheiten bei Zwift lieber nicht öffentlich absolviert habe..
Das Stabilisations- & Propriozeptionstraining vor den ersten Läufen hat aber länger benötigt als zuletzt, auch das OSG ist eben schon 40 Lenze.
Nach reichlichen 8 Wochen ging es dann aber wieder aufs Laufband, hier scheinen einfach weniger Traktorspuren zu lauern.
Dennoch benötigt auch hier der Wiedereinstieg länger als erhofft.

Die letzten 10 Tage waren wir nun aber auf des deutschen Lieblingsinsel und ich konnte formtechnisch einen großen Schritt in die richtige Richtung machen. Da wir einige Tage mit weniger Sonnenschein hatten, gab es neben vielen Grundlagenkilometern auf dem Rad auch einige in den Laufschuhen und auch den ersten langen Lauf. Alles ohne körperliche Gebrechen und Wehwehchen.

Die nächsten 3 Monate werde ich mich nun an einem gewissen Lionel S. orientieren und Rolle & Laufband in meiner „pain cave“ malträtieren.
Um dann für 10 ex- & intensive Trainingstage im Februar auf Fuerteventura gewappnet zu sein.
Denn, wenn der deutsche Radfahrer im Frühjahr sein Rennrad entstaubt, muss mein Zeitfahrrad mit mir schon stundenlange Einheiten im Wettkampftempo durch Anhalt drehen, bevor es dann bereits im Mai zum scharfen Start geht ;-)

Auch wenn das Training sich so recht wetterunabhängig gestalten lässt, bleibt die große Unbekannte des eigenen Keiminkubators in den heimischen 4-Wänden der in der Kita täglich neu beimpft wird… ;-)) es bleibt also spannend.

Aloha & stay true.

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