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Off-Season & Re-Start

Nach dem gut gelaufenen Ironman 70.3 Rügen habe ich zunächst eine recht aktive Saisonpause begonnen, lockeres Training nach Lust und Laune, denn nach der Zwangspause im März/April waren sowohl die Lust aufs Training groß, als auch die Laune bestens -dank des versöhnlichen Saisonausklanges.
Kurz sollte die Pause auch werden, denn Katja hat wie immer Verständnis für meine Überlegungen rund um den Sport, mehr noch, sie fördert sie sogar..
So sind also die nächste Langdistanz für 2018 und sogar die Planung der Option „Kona 2018“ also gemeinschaftlich beschlossen und dafür durfte dann auch gleich der kommende Urlaub herhalten
-Aktiv-Urlaub auf Fuerte! (Eigentlich ja ein Trainingslager, aber wer will schon die Konpromissbereitschaft seiner Frau überstrapazieren.. ;-))
Heißt also Marco legt auf dem Rennrad die Grundlagen für kommendes Jahr in ausgewogener Abwechslung mit Entspannung am Pool..; naja und eigentlich auch einige Laufkilometer in Katjas Begleitung auf Skates -aber was heißt hier eigentlich?!?

Es wäre eben nicht mein Weg nach Kona, wenn es eine schnurgerade Autobahn wäre, wo man quasi schon beim losfahren sehen kann wo man lang muss & ankommen wird..
Meine „Road2Kona“ ist eben ein schmaler, felsiger Trail..-macht ja auch mehr Spaß! ;-)
Was war los?
Ich hatte Ende August einen Magen-Darm-Infekt, den ich nach einigen Tagen recht gut und rasch überstanden hatte, so glaubte ich, aber auf Rügen schlummerten wohl noch einige Keime in mir.., denn einige Tage nach dem Rennen kam er nochmal durch. Daher entschied ich mich diesmal, neben einer Pause, zu einer gezielten Antibiotikatherapie. Die eigentlichen Symptome waren so umgehend weg, aber mit einiger Latenz bekam ich eine reaktive Tendovaginitis am Fuß/Unterschenkel (der nachgewiesene Keim ist hierfür, bzw. für reaktive Arthitiden bekannt) -an Sport, bzw. laufen war bei nicht mal schmerzfreiem Gehen nicht zu denken..
Also doch passive Saisonpause. Glücklicherweise hielt sich die Geschichte unter entsprechender Therapie nicht gar so lange wie befürchtet, so dass ich eine Woche vor Abflug nach Fuerte schon wieder auf der Rolle sitzen konnte.
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Die Laufpause habe ich aber sicherheitshalber etwas länger ausgedehnt.

Nun aber zum durchweg Positiven, Fuerte.
Erstmals war ich im Oktober auf der Insel und daher war es so warm wie nie, bis 39 Grad kletterte das Thermometer. Da erreichte das Mitfiebern mit den Hawaiistartern eine ganz ungeahnte Dimension.. ;-)
Nach kurzer Aklimatisierung lief es dann auf dem Rennrad wieder richtig gut und die Werte lassen keinen Zweifel daran, der eingeschlagene Weg ist nicht der falsche!

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Da wir wieder im Playitas waren, war ich auch ein paarmal im Wasser, noch nicht wieder fischgleich, aber auch nicht wie ein Eimer..-naja, zumindest nicht mehr mit der Öffnung nach vorne zeigend ;-)

Nachdem mein Unterschenkel nicht nur das Rollefahren, sondern auch die echten Höhenmeter auf Fuerte unkommentiert gelassen hat, wagte ich auch zwei Läufe, nach der erneuten Laufpause natürlich kein Vergleich mit Patrick Lange (aber der wäre bei mir ja auch nach verletzungsfreien Jahrzehnten anmaßend..) aber grundsätzlich wissen die Beinchen was sie tun sollen. Prima.

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Ich sehe es also positiv, die bei mir scheinbar obligate Verletzung der Saison habe ich schon früh weg und meine „Road2Kona“ ist eröffnet, die ersten Felsen sind schon überstiegen & der Spaß ist da! ;-)

Allgemein | Sport-Training | 18. Oktober 2017


Strandräuber Ironman 70.3 Rügen

So, Sonntag war er also, der Tag des alternativen Saisonhighlights..
Nachdem ich mit meiner Sprunggelenksverletzung meinen eigentlichen Saisonhöhepunkt -den Ironman Zürich, absagen musste, hatte ich mir, nach dem ersten schmerzfreien, längeren Lauf als kleine Belohnung einen Start beim 70.3 Rügen überlegt.Zum Einen ist der terminlich recht spät & zum Anderen hat Binz einfach ein tolles Flair.
& soviel vorab; es war eine lohnenswerte Alternative, denn die Atmosphäre in Binz ist wirklich außergewöhnlich:
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ich denke das Bild vom Samstagabend spricht für sich!

Anreise, Ferienwohnung alles passte, allerdings war ich ungewohnt nervös, warum weiß ich allerdings auch nicht recht..-irgendwie machte mich der internationale Vergleich bei dem Starterfeld von 1500 Athleten nach der Verletzungspause etwas unruhig.
Bei der Registrierung & auch beim Check-in traf ich einige bekannte Gesichter aus meiner frühen Triathlonzeit bei Sisu Berlin, scheinbar lässt die Faszination Triathlon nicht nur mich nicht mehr los.., das war einerseits wirklich toll, machte aber die Nervosität nicht kleiner. Ich war sehr gespannt, wie wir uns im Vergleich so über die Jahre gebracht haben.

Aber nun zum Wettkampf;
da es ja „nur“ ein Halbironman war, war der Start erst um 10:15 Uhr als „rolling start“ avisiert. Eine faire Zeit also für ein Frühstück in Ruhe -wenn der Magen einen denn läßt ;-)

Ich orientierte mich bei der Startaufstellung an meiner Schwimmzeit vom Knappenman und sortierte mich bei den „sub30“ Schwimmern ein. Ironman hatte für den Rollingstart allerdings nur eine Startbox für <40min eingerichtet -das könnte man noch etwas differenzierter betreiben, wenn man schon den "verwässerten" rolling start betreiben will. Es ging dann also nach den Pro´s los, alle 6 Sekunden 4 Altersklasseathleten, ich hatte eine guten Start und erreichet schon beim Lauf ins seichte, aber erfrischend kühle (17,3°) Ostseewasser die Gruppe vor mir, aber nach einigen kraftvollen Zügen hatte ich viel Platz im Wasser. Zumindest waren keine anderen Schwimmer in unmittelbarer Nähe, Schwimmer nicht, dafür umso mehr Quallen.. Das Schwimmen lief wirklich gut und ich bin wie schon 2 Wochen zuvor locker und mit ruhigen, langen Zügen geschwommen, meine Uhr zeigte eine 28:40 bei erreichen des Strandes. IMG_0164
Offiziell ist es eine 30´er Zeit, da die Messmatte irgendwo weiter hinten lag, aprospros weiter hinten; T1 kommt erst 900 Meter nach dem Wasserausstieg!!
gut, dass die Sonne früh noch etwas zögerte, sonst wäre bei Erreichen der Wechselzone der Neo schon wieder trocken gewesen..
Der Wechsel lief gut, leider hatte sich im Wechselbeutel mein Visier aus dem Zeitfahrhelm gelöst, so dass ich dieses erst wieder einklicken musste -mit ruhiger Hand geht das super fix; aber soo entspannt waren die Arme dann trotz des „ruhigen Schwimmens“ in dem Moment dann doch nicht.. aber kein Drama. Geht ja nicht ums Preisgeld ;-))
Rad geschnappt und los, naja nach der nochmal 400 Meter durch die Wechselzone.

Die erste Hälfte der Radrunden ging es gegen den Wind, aber für Küstennähe alles moderat und meine Wahl mit 80mm Vorderrad und Scheibe hinten war völlig in Ordnung. Mit meiner moderaten Schwimmleistung fand ich mich aber wiederum in Gesellschaft zahlreicher anderer Athleten & je mehr Menschen sich auf einem Haufen befinden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ar…., äh jemand mit anderen Ansichten dabei ist.., so auch hier. 10 Meter sind eben nicht für jeden gleich 10 Meter.

Auch wenn es schon von so vielen und immer wieder thematisiert worden ist.., Windschattenfahren ist nur durch zwei Dinge in den Griff zu bekommen 1. Teilnehmerzahlen die in vernünftiger Relation zur Strecke stehen und 2. Athleten mit wahrem Sportsgeist & Sinn für Ausdauerdreikampf im eigentlichen Sinne.
Auch der „rolling start“ führt am Ende nur dazu, dass Veranstalter noch mehr Starter auf die Strecke lassen und sich dort Athleten anmelden, die vor einem Massenstart und einem echten Einzelzeitfahren zu viel Respekt hätten. -meine Meinung. (Punkt)

Im Großen und Ganzen war das Rennen aber fair und die Kampfrichter sichtlich bemüht.
Ich habe mir dennoch einige Male verbal etwas Luft gemacht, bin dann aber am Anfang von Runde zwei mit einem Versuch einer Gruppe „einfach weg zufahren“ nach einem Drittel der Runde elendig gescheitert -auch weil ich einen Lauf anschließen wollte und keinen Spaziergang.
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Ich stieg, mit meiner Leistung zufrieden, auf einer Position um Platz 80 vom Rad und der 2. Wechsel lief wirklich rund, so dass ich auf dieser Position auch auf die Laufstrecke ging.
Ich hatte mir vorgenommen mit 4:30 anzulaufen und bis Kilometer 15 kontrolliert zu laufen.
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Gelang mir soweit auch gut. Kontrolliert bedeutete aber auch, dass es bei dem 4x zu überlaufenden Hügel (Berg?! ca. 800m mit knapp 10%) mit dem Schnitt deutlich nach unten ging. Wer also glaubt, an der Küste ist es flach, der irrt, die Laufstrecke hat durch das viermalige überlaufen des Hügels einiges an Höhenmetern und ist daher und wegen zahlreicher Kurven und Kehren nicht wirklich schnell. ABER sehr schön.
Ich konnte meinen Plan gut umsetzen und nach „hintenraus“, also ab km 15 auch noch etwas das Tempo steigern, die Rennaufteilung hat also gepasst.
Ich erreichte nach 4:37 das Ziel auf dem Kurplatz in Binz, wobei der letzte Kilometer komplett mit Zuschauern gesäumt ist und die Atmosphäre wirklich toll ist, das & die Tatsache, dass ich meinen Wiedereinstieg in den Wettkampfsport nach der langwierigen Verletzung gegen (wie immer) zahlreiche Zweifler zu meiner vollen Zufriedenheit absolviert habe, hat mein Finish durchaus emotional gestaltet. Gänsehaut & Pippi in den Augen pur ;-)
Ich beendete das Rennen mit Platz 111 und als 20. in meiner AK.

2018 wird es mich im September vermutlich wieder nach Binz führen, denn der Termin ist schon offiziell bestätigt und wie gesagt, Strecke & Atmosphäre sind grandios!!

Allgemein | Rennberichte | Sport-Wettkampf | 13. September 2017


Knappenman 2017

Nach meiner Sprunggelenksverletzung und leider wieder einmal längerer Wettkampfpause als geplant, hatte ich mich als Test für mein Saisonhighlight & -abschluss dem Ironman 70.3 Rügen ja noch zu einem Start beim Knappenman in der Lausitz entschieden. Zum Einen habe ich den Wettkampf aus dem letzten Jahr in guter Erinnerung-zu mindest was die Strecken und die Organisation angeht, zum Anderen hatte ich noch eine kleine Rechnung mit der Laufstrecke offen.
Soviel vorab, der Knappenman ist eine wirklich gelungene Veranstaltung in toller Gegend!

Wir sind wie vergangenes Jahr wieder einen Tag vorher angereist & konnten den Wettkampftag so ganz entspannt starten.
Registrierung, Rad Check-in alles problemlos. Dieses Jahr trotz sommerlichen Wetters gab es eine Neofreigabe -das kommt meiner aktuelle Schwimm“Form“ sehr entgegen. Dennoch stellte ich mich für den Landstart recht weit vorne an den Strand, nicht ganz zu unrecht, wie sich zeigte. Trotz eines Jahresumfanges im Wasser, den ich früher in der Woche hatte & wirklich ruhigem Schwimmen erreichte ich als 5. etwas hinter einer sich abgesetzten Führungsgruppe wieder den Strand am Dreiweibernersee. Cool ;-)
Der Wechsel war dann recht gemach aber komplikationslos, sogar meine Verpflegung war noch vollständig am Rad; fein.
Die erste Runde fuhr ich bewusst ruhig und mit einem Auge stets auf dem Wattmesser, denn da ich 2016 ja mit Flüssigkeitsdefizit eine „swim-bike-walk“-Erlebnis hatte, wollte ich dieses Jahr (auch für Binz in 2 Wochen) unbedingt wissen, was aktuell in den Laufschuhen geht. 44 Minuten fand ich okay für die ersten 30km, meine Position blieb etwa unverändert. Runde zwei sollte dann von der Belastung etwas härter sein, trotzdem erreichte mich ein Grüppchen von 6/7 Athleten. Ich würde überholt, die Abstände waren „durchwachsen“, das fand auch ein Kampfrichter auf einem Motorrad, er begleitete uns 1 1/2 Runden & verteilte 2 Karten (keine für mich!). Danke an alle FREIWILLIGEN Kampfrichter da draußen, die Ihr Wochenende hergeben, um den Athleten, die sauberen, regelkonformen Sport wollen, diesen auch zu ermöglichen. Danke!
Auch wenn es in Gruppen mit sauberen Abständen ja grundsätzlich schon leichter rollt, ist es eben doch auch unrunder, denn für 12m Abstand muss man immer wieder „rausnehmen“ -ich fahre lieber alleine meinen Rhythmus. Da ich im Wasser aber nicht mehr viel trainiere ist meine Schwimmleistung zwar noch gut, aber für eine Vorsprung größerer Art reicht sie eben nicht mehr, daher werde ich mich wohl an diese Situation gewöhnen müssen; sauberes „vorne-weg-fahren“ ist nicht mehr..
Ich kam mit noch immer guten Beinen in T2 an, durch die beiden Karten und häufige Positionswechsel muss es so etwas wie Platz 8-10 gewesen sein.
Der zweite Wechsel lief auch gut. Ich lief bewusst verhalten los, ich wollte lieber „hintenraus“ noch einen drauf legen können. Das subjektive Empfinden passte, ich schätze mich so auf 4:35 ein, die Uhr zeigte 4:22; läuft. Ich konnte das Tempo sauber halten, ab km 7,5 (also Verpflegungsstelle 3) beschloss ich an diesen immer kurz zu gehen, um mich besser verpflegen zu können. Evtl. Kamen die ersten Kalorien etwas zu spät an, denn ich merkte, dass den Beinen etwas Input fehlte. Das Tempo ging kurzzeitig auf 4:50-4:58 runter. Aber ich erholte mich recht gut und ich konnte „hintenraus“ wieder steigern. Ich musste zwar wie immer beim Laufen noch ein paar Athleten ziehen lassen, aber insgesamt bin ich mit dem 14. Gesamtplatz bei >200 Startern und dem 3. Platz meiner AK sehr zufrieden, vor allem weil es ein komplett rundes Rennen war und ich meine aktuellen Möglichkeiten voll umsetzen konnte.
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Daher, verdiente kurze Pause & dann nochmal Feinschliff fürs strandräubern in 2 Wochen!

Rennberichte | Sport-Wettkampf | 27. August 2017


Tipps für Einsteiger Teil III

Wer hätte es gedacht; Teil 3 des Dreiteilers: HIER!
Viel Spass beim Lesen!

für weitere Details und Nachfragen habt Ihr ja eine Kontaktmöglichkeit zu mir auf dieser Seite, bzw. für fortgeschrittene Athleten, die eine regelmäßige Trainingsplanung wünschen steht natürlich auch meine Trainerin Ute Mückel Anfragen offen gegenüber.

Allgemein | Sport-Training | 22. August 2017



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