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Sensomotorische Radschuheinlagen

http://www.sensomotorik-zentrum.de/

Mittlerweile habe ich die Radschuheinlagen seit etwa 10000km verwendet –ich denke eine durchaus repräsentative Kilometerzahl um ein Fazit zu ziehen:
Ich hatte früher häufiger, gerade im Rahmen langer Einheiten Schmerzen unter dem Großzehengrundgelenk –also genau dort, wo bei Idealer Cleat-Positionierung- die Pedalachse liegt. Des Weiteren, wie wahrscheinlich die meisten Radfahrer es kennen, Schmerzen im Bereich des Fußrückens mit Taubheitsgefühlen in den Zehen DII-IV.
Nun der ursprüngliche erste Eindruck direkt nach dem Anziehen der Schuhe ist geblieben, es fühlt sich im Bereich des Mittefußes irgendwie unbequem an. Nach einigen Minuten umhergehen oder dem Aufsteigen auf das Rad ist dieser Eindruck allerdings verschwunden und man bemerkt die Einlagen nicht mehr –es fühlt sich dann recht bequem an.
Auch das Gefühl stabiler auf dem Pedal zu stehen ist geblieben. Selbst bei Einheiten mit „richtig Druck“ auf dem Pedal wie z.B. Kraftausdauer-Intervalle am Berg oder auch bei langen Einheiten mit zunehmender Ermüdung bleibt der Fuß besser in der neutralen Position.
Wie viele Radfahrer neige ich (links>rechts) dazu bei Ermüdung mit dem Rückfuß nach innen zu kippen –dies wird durch die posteromediale Abstützung des Fersenbeines deutlich reduziert –das bringt eine direktere Kraftübertragung, Entlastet den Bandapparat des Sprunggelenkes und schont die Wadenmuskulatur inkl. der Achillessehne –vor allem bei Triathleten natürlich ein wichtiger Aspekt, denn die Wadenmuskulatur wird so für den noch ausstehenden Lauf geschont.
Beschwerden im Bereich des Großzehengrundgelenkes oder Taubheitsgefühle der Zehen traten auch im Rahmen der hohen Trainingsumfänge im Trainingslager nicht mehr auf. D.h. auch auf dem Rad bin ich mittlerweile vollkommen beschwerdefrei und auch lange Ausfahrten bereiten meinem aufgespreizten Vorfuß keine Qualen mehr ;-)
Also auch die Radeinlagen sind absolut empfehlenswert, zumal die Radschuhhersteller die Wichtigkeit einer vernünftigen Fußbettung scheinbar nur sehr langsam erkennen. Steife und teure Carbonaußensohlen mit null Flexibilität und maximaler Kraftübertragung gibt es mittlerweile von allen Radschuhanbietern, orthopädisch sinnvolle Innensohlen meiner Meinung nach bisher nur von Bontrager und Specialized. Da die Sensomotorikeinlagen aber maß- und individuell gefertigt und eingepasst werden, denke ich ist dies die bessere Variante, zumal sie den „modebewussten“ Triathleten auch die freie Schuhwahl lässt…
Ich fahre die Einlagen auch bei meinen Wettkämpfen –selbst im Ironman!

Produktreviews | 26. Juli 2011


Rezension Blueseventy pz3TX

Der pz3TX von Blueseventy ist ein neoprenfreier Schwimmanzug, d.h. er ist durch die kurzen
Beine und die freiliegenden Schultern, aber vor allem weil er ein reiner Textilanzug ist
regelkonform bei allen Rennen mit Neoverbot! –wie z.B. die Ironmanrennen in wärmeren
Gefilden wie z.B. Cozumel oder Hawaii!
Er wird über dem normalen Triathloneinteiler getragen, also in T1 ausgezogen –eben wie ein
Neo.
Zu mir: leistungsorientierter Langdistanztriathlet,
guter Schwimmer (Freiwasser 3,8km < 55min) neutrale Wasserlage, armbetonter Schwimmstil 188cm groß Gewicht ca. 78kg Pz3TX Größe ML. Mein erster Eindruck bei der Anprobe: bei mir sehr gute Passform, sehr straff und eine hohe Materialfestigkeit und somit einen spürbaren „Kompressionseffekt“ nahezu etwas beklemmend. Alle Nähte sind verschweißt, das Rückenteil ist –auch dem Einsatz im Warmen zugedacht- weiß, gegen ein zusätzliches aufheizen beim Schwimmen. Im Vergleich zu meinem bewährten pz3 fühlt er sich trotz des fehlenden Neoprenanteils irgendwie straffer an (bei gleicher Größe). Der erste Praxistest erfolgt in der heimischen Schwimmhalle und verlief absolut positiv! Ich bin an sich ein guter Schwimmer mit neutraler Wasserlage (der Neo meiner Wahl ist ein Orca Alpha). Trotzdem fühlte sich die Wasserlage schon irgendwie „schneller“ an, man liegt nicht so tief im Wasser.. Das Gleitgefühl ist sensationell und man sieht das Wasser wirklich abperlen. Selbst mitgestoppt waren die hunderter knappe 2 Sekunden schneller und ich sparte pro 50m Bahn 2-3 Züge (der kühle Rechner weiß schnell, das bedeutet bei einer Langdistanz 76 Sekunden eher in T1 und Kalorien für 152-228 Armzüge gespart!) –wie viel Effekt hier rein psychologisch und wie viel wirklich objektiv auf den Anzug zurück zuführen sind.., wer weiß ABER sich schon allein schneller zu fühlen im Rennen ist ja eine gute mentale Basis für die beiden folgenden Disziplinen! Also meine Fazit –absolut empfehlenswert!

Produktreviews | 26. Juli 2011


Sensomotorische Laufschuheinlagen

http://www.sensomotorik-zentrum.de/
seit 1994
Triathlet
seit Dezember 2009
mit Sensomotorikeinlagen
Laufstil/-typ:
neutraler, „vorderer Mittelfußläufer“
Pathologien:
Senk-Spreizfuß mit Metatarsalgie, Achillodynie
Trainingsumfang:
je nach Saisonphase 12 – 34 Wochenstunden (30-120 Laufkilometer/Woche)
In der Saison 2009 zum Saisonende stellten sich die ersten leistungssportbedingten „Schäden“ ein: ich hatte beim Laufen Schmerzen in der rechten Achillessehen und immer häufiger (teilweise auch bei längeren Radeinheiten) Schmerzen im rechten Mittelfuss.
Ich entschloss den geplanten Berlinmarathon nicht zu laufen und machte stattdessen eine verlängerte (Lauf-) Saisonpause. Ich unternahm verschiedenste Therapieversuche–in der Hoffnung beschwerdefrei wieder einsteigen zu können… ABER die beiden Plagegeister gaben trotz NSAR-Stoßtherapie, Aniflazym, Voltarenphonophorese, Ultraschall, detonisierender Physiotherapie, isometrischer Kontraktionsübungen und Reizstrom keine Ruhe: ich litt weiter in wechselnder Intensität unter meiner Metatarsalgie und vor allem der Achillodynie.
Ich lief bis dahin ohne Einlagen (trotz des Wissens über meinen mäßigen Spreizfuß). Ich begann nach weiteren Alternativen zu suchen und machte mir Gedanken über eine erneute Einlagenversorgung –als Kind hatte ich jahrelang konventionelle (statische) orthopädische Einlagen –allerdings waren diese immer nur sehr bedingt sport- und sportschuhtauglich. Im Rahmen der Wettkampfmesse beim ITT Ferropolis fiel mir der Stand des Sensomotorikzentrums Berlin auf.
Ich beschäftigte mich zunächst etwas mit dem Konzept der sensomotorischen Einlagen und entschied mich dann diese auszuprobieren. Ich vereinbarte einen Termin in Berlin. Nach einem eingehenden Gespräch, wurde der körperliche Status routiniert und professionell erhoben. Es folgten statische und dynamische Fußdruckmessungen, ein Fußabdruck, sowie eine Gang- und Laufvideoanalyse. Nach ca. 14 Tagen waren meine Einlagen fertig. Die Passung der Einlagen war sehr gut, sie hatten ein sporttaugliches Gewicht und auch die erste Anprobe vermittelte einen guten Fersenkappensitz –hier hatte ich mit konventionellen Einlagen früher häufig ein „Schlapp-Gefühl“.
Ich war sehr gespannt auf meinen ersten Trainingslauf: es sollte ein 10km GA1 Lauf sein, die ersten Meter waren ungewohnt, vor allem der vordere „Powerspot“ im Bereich der lateralen Zehen und die retrokapitale Pelotte vermittelten mir den Eindruck „mit den Foltergeräten hälst Du keine 1000 Meter durch“ –doch es kam anders!
Nach und nach wich der Eindruck „etwas im Schuh zu haben“ dem Gefühl heute irgendwie aufrechter zu laufen und einen kräftigeren Abdruck zu haben. Am Ende blieb ein gemischter Eindruck –erstmal abwarten.. Der Folgetag brachte ordentlichen Muskelkater in beiden Waden mit sich.
Ich lief nun jede Trainingseinheit mit den neuen Einlagen –das aufrechte Gefühl blieb, der Muskelkater und auch die Metatarsalgie verschwanden vollständig. Was zunächst noch blieb war die schmerzende Achillessehne –allerdings wurden die Beschwerden weniger und stellten sich meist nur noch nach längeren Läufen und unzureichendem Dehnen ein. Nach ca. 3 Wochen entschied ich mich meinen DS Trainer gegen einen Schuh mit geringerer Sohlenbreite im Fersenbereich und damit geringerer Winkelbeschleunigung und Belastung auf die Achillessehne zu wechseln(Mizuno Wave Elixir 5).
Neben dem „eigentlichen Trainingseffekt“ beim Laufen wird, durch die Einflussnahme der Spots der Einlagen auf die Fuß- und Unterschenkelmuskulatur, diese besonders aktiviert, bzw. durch die veränderte Vorspannung der Muskeltonus reduziert –diese theoretisch klingenden Dinge kann man (ich) aber auch ganz praktisch erfahren (-laufen) und sogar messen: die Wadenmuskulatur ist spürbar weicher geworden, d.h. in Ruhe zerrt kein erhöhter Muskeltonus mehr an der malträtierten Achillessehne und meine Fußdruckmessung weist ein deutlich normalisiertes Muster im Quergewölbe auf –der Spreizfuß ist weniger stark.
Die Einlagen laufe ich mittlerweile seit einigen tausend Kilometern (inkl. Schuh- und Modellwechsel), sowohl im Training als auch in meinen Wettkämpfen. Von meinen ursprünglichen Beschwerden ist aktuell nichts mehr zu merken und das, obwohl meine Umfänge und vor allem die Gesamtbelastung (wir Triathleten laufen ja nicht nur..) eher gestiegen sind. Früher hatte ich regelmäßig feste Waden, da ja auch das Rad fahren über die Wadenmuskulatur geht und dadurch bedingt häufig Beschwerden mit den Achillessehnen.
Beim Laufen nehme ich die Einlagen mittlerweile gar nicht mehr war. Durch die flache Bauart der Einlagen, hatte ich auch noch nie Probleme mit der Fersenkappenpassform der Laufschuhe. Die Sensomotorikeinlagen bauen unwesentlich höher als die normalen Innensohlen der Schuhhersteller und im Austausch gegen diese verändern sie die Passform der Schuhe nicht merklich. Auch das geringe Mehrgewicht ist nicht spürbar, da sie ja gegen die normalen Einlegesohlen getauscht werden.
Den schnellen Wechsel im Wettkampf haben die Einlagen auch nicht behindert, da sie relativ rigide sind, verrutschen sie auch nicht beim Anziehen der Schuhe mit nassen Füßen. Ein zusätzliches Einkleben entfällt also.
Nässe halten sie auch gut aus, allerdings sollte man die Einlagen danach eher sanft trocknen und nicht auf der Heizung trocknen.
–daher habe ich neben der Laufschuhversorgung nun auch eine spezielle Radschuheinlage

Produktreviews | 26. Juli 2011


ITT Ferropolis 2010

Nach dem mentalen Auf und Ab in dieser Woche hatte ich mich dazu durchgerungen den Infekt auszublenden und heute beim ITT Ferropolis an den Start zu gehen. Als Taktik galt -angehen, als sei die Vorbereitung normal gelaufen und dann gucken was am Ende geht -oder eben nicht…

Raceday: bei bestem Wetter, nach den kalten Tagen fast zuu warm; am Nachmittag fiel die 27°-Marke! Das Wasser war aber noch immer sportlich frisch- Neopflicht. Um 11:00 startete das überschaubare Profifeld mit 8 Athleten inkl. einer Frau, dann 5 Minuten später durfte die erste Männerwelle inkl. mir hinterher. Schwimmen lief recht gut, wobei ich zwischendrin nicht wusste wo ich liege, dann überholte ich ein dreier Grüppchen recht weit außerhalb der Ideallinie, aber ich kann Gedränge im Wasser einfach nicht ab.. danach hatte ich plötzlich ein Kanu vor der Nase -da war mir klar meine Schwimmstärke ist besser als eh und jeh -Platz 1 nach dem Schwimmen.

Auf dem Rad lief es zunächst ganz gut, wobei ich dachte „gleich kommen die starken Radfahrer vorbei“ -nach der ersten halben Runde war ich angefixt -wenigstens noch als erster von der ersten Radrunde! der Puls war aber als Konsequenz 10-15 Schläge über dem Plan, egal! Am Wendepunkt sah ich eine noch immer recht große Lücke..“Hm, vielleicht geht auch noch Platz 1 nach der zweiten Radrunde?!“ es ging! in Runde zwei überholte ich die einzige Profi-Frau im Feld. Patrick rief mir bei der Wende vor der dritten und letzten Runde den Abstand auf den letzten Profimann zu: knappe 3 Minuten! ..so langsam machte ich mir Sorgen -ich überpacete konsequent, dabei wartete noch der Halbmarathon. Nach ca. der halben Runde überholte ich den vor mir liegenden Pro -was für eine Motivation! 10 Kilometer vor Schluss habe ich Tempo rausgenommen und die Trittfrequenz hochgenommen -Schadensbegrenzung, wenigstens noch Laktat rauskurbeln vorm Laufen, auch wenn ich dachte gleich von der sich hinter mir formierenden Gruppe überrollt zu werden… -aber es kam NIEMAND?! ich wechselte auf Position eins zum Laufen, allerdings mit einer kleinen Zwangspause beim Wechsel -ich hatte den Helm aufgemacht, bevor das Rad im Ständer hing…ein penibler Kampfrichter stand laut pfeifend vor mir und zwar so lange, bis der Helm wieder auf und geschlossen war (nicht nur die ganze Zeit stehend, sondern auch pfeifend!!) , dann wieder runter und Laufschuhe an -eine gefühlte Ewigkeit.

Ich hatte zwar in den letzten Monaten stark an meiner Laufschwäche gearbeitet und konnte meine Selbstwahrnehmung diesbezüglich auch ändern -früher war ich ein Triathlet mit Laufschwäche, aber mittlerweile sehe ich mich als ausgewogenen Triathleten mit Schwimmstärke; aber heute waren nach dem Wechsel die Gedanken wieder anders..-„gleich kommen die starken Läufer und Du wirst kassiert, wenigstens TOP 15 halten!“ Der Anfang des Laufens machte Angst, sofort krampften die Vastus mediales (medialer Anteil des Oberschenkelstreckers) -ich sah mich schon stehend am Streckenrand! aber ich dachte mir: „Du wirst nicht aufgeben, all die harten Trainingskilomter im Winter werden sich auszahlen -egal wie, ich laufe durch!“ Die Beine liefen sich ein, allerdings anfangs etwas langsamer als von mir gewünscht. Es war dann vor allem ein Kampf gegen die Hitze, auch einigen Pro´s mußten sich hier geschlagen geben (leider auch der hinter mir liegende). Bei jeder Verpflegungsstelle hieß es nun kurz anhalten und immer drei Becher Wasser, zwei über Kopf und Körper und einen trinken. Es waren vier Laufrunden mit direktem Gegenverkehr -gut zur Orientierung: ich konnte die Abstände soweit konstant halten, so dass es nach 4:23 hieß 5. Gesamtplatz, 1. Platz der Nicht-Profi´s(Altersklasseathleten), 1. meiner AK und Sachsen-Anhalt Meister! Ein wahnsinns Erfolg!!!!!! (Splits: 2000m Schwimmen 26min, 90km Rad 2:20Std, 21km Lauf 1:30Std)

Danke an Patrick und WESP für die offensichtlich super aufegehenden Trainingspläne und die top Betreuung, danke an Sponser für eine Wettkampfernährung ohne jegliche Bekömmlichkeitsprobleme und immer genug Kohlenhydrate und Danke an das Sensomotorikzentrum für einen erneut fußproblemfreien Lauf!

Rennberichte | 26. Juli 2010



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