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Airstreeem Super TT Road -oder ein Traum aus Carbon

Es gibt aber auch Dinge, die versüßen jedem Triathleten den noch so trüben Herbst und sobald sich aktuell die Straße auch nur ein wenig abgetrocknet zeigt geht es draußen aufs Rad, denn dank einer feinen neuen Kooperation konnte ich mein langgedientes Rennrad in den wohlverdienten Ruhestand schicken und ein neues Schmuckstück in Empfang nehmen;
das Airstreeem Super TT Road ist ein Aerorennrad mit Genen eines 1a Zeitfahrrades, um diese aber in eine rennradtaugliche Version zu bekommen, sind die Sattelstütze und auch Gabel und Vorbau hierfür adaptiert worden. Wer Airstreeem im WWW folgt, der konnte bereits vor 2 Wochen einen ersten Blick auf die speziell für mich gefertigte Farbversion erhaschen, wer nicht, bekommt diesen hier!

Nach den ersten, leider viel zu kurzen Ausfahrten im herbstlichen Sachsen-Anhalt aber schon mal ein erstes -absolut positives- Fazit;
Optik: wie ich finde der Hammer, gut meine Farbvariante ist sicher Geschmackssache, hingegen Verarbeitung und Eindruck im Stand sind ohne jeglichen Diskussionsspielraum und absolut perfekt!
Handling und Fahrverhalten: das Super TT Road giert nach Speed, so schnell wie es aussieht beschleunigt es auch, nicht zuletzt, weil es unglaublich steif ist -weder im Steuerkopf noch im Tretlager ist irgendein Kraftverlust oder gar Flex zu spüren!
Das Lenkverhalten ist unglaublich agil ohne instabil zu sein und dennoch ist es sehr spurstabil mit ruhigem Gradeauslauf auch bei höherem Tempo bergab.
Die Airstreeem eigenen Laufräder sind 50mm vollcarbon clincher, die ebenfalls sehr steiff sind und eine auf Alufelgenniveau liegende Bremsperformance abliefern -vor allem diese auch vollständig geräuschfrei!
Die Sram Red ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben.
Gewicht: wenngleich dies bei einem Aerorad ja immer relativ zu betrachten ist..
Gesamtrad ca. 7000 g
Rahmen: ca. 1100 g
Laufradsatz: 1.470 g (Benutzergewicht bis 100kg!)

Wie vermutlich oben bereits zu erahnen, ich bin mega begeistert und sehr zufrieden mit dem neuen Trainingsgerät, damit ihr das etwas nachvollziehen könnt, genug der Worte:

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Allgemein | Produktreviews | Sport-Training | 10. Oktober 2016


Dash Cycles TT.9

Ich war schon lange auf der Suche nach einem Zeitfahrsattel, der Langdistanz-tauglich war, denn so ein Wettkampfeinteiler hat ja nur die Andeutung eines Sitzpolsters. Bisher fuhr ich wahlweise einen Standardrennradsattel (Fizik Arione, Prologo Nago TT) bzw. einen Leichtbausattel (Tune Speedneedle) ABER die Sitzposition auf einem Rennrad unterscheidet sich eben imminent von der auf einem Zeitfahrrad -hier stört einfach die Sattelnase, da man ja „um das Tretlager“ herum nach vorne rotiert und so das Becken aufstellt, unter Umständen kommt dann noch eine größere Überhöhung „verschlechternd“ dazu..

In meinen Augen war das Problem der mir bisher so bekannten Zeitfahrsättel ohne Sattelnase ein ganz gesellschaftstypisches..-Ihre „Fettleibigkeit“!
Der verbreitetste Vertreter eines solchen Sattels ist der eines US-amerikanischen Herstellers mit drei Buchstaben, der seinen Sattel bei knapp 300 Gramm Gewicht mit „sehr leicht“ anpreist..?!? -ok, wenn man bedenkt, das dort ein großer Softdrink im Fastfoodrestaurant auch 1 Liter hat..
Aber für meine mitteleuropäische Vorstellung eines Sattels völlig inaktzeptabel.
-schließlich war ich mit Sattelgewichten von unter 150 Gramm an meinen anderen Rädern vertraut, also war das doppelte Gewicht am Wettkampfrad einfach nicht drin. (Punkt!)


bei Ironman Cozumel sah ich dann einen US-Athleten beim einchecken, der bereits sein Rad bei sich hatte; und was sah ich da??!!
Einen „nasenlosen“ Zeitfahrsattel, der mit viel Carbon und auf das Wesentliche reduziert war und auch noch eine Trinkflaschenhalterbefestigung bot!!!! leider konnte ich im vorbeigehen und im Gedränge der Einschreibung den Hersteller nicht ausmachen und auch den Athleten nicht fragen.. ;-(

Zurück in Deutschland begann eine knapp zwei Tage dauernde Internetrecherche und ich wurde fündig! ich stieß auf Dash Cycles und auf deren Zeitfahr- & Triathlonsattel TT.9. Ich war bereits von den Eckdaten und dem Aussehen begeistert -sie versprachen 99 Gramm (ohne Flaschenhalter) und einen herrlichen Carbon- & Customlook. Die Sättel werden auf Bestellung und Kundenwunsch gefertig -d.h. Carbonlagen je nach Fahrergewicht, Satteldeckenpolsterung und Farbe nach Wunsch.



Aber alles Gute ist ja bekanntlich selten beieinander, Weston und sein innovatives Team aus Boulder Colorado lassen sich Ihren Top-Sattel mit 575,00 US-Dollar bezahlen!


Nun gut, sei es drum, einige emails mit Weston später bestellte ich mir den TT.9 und bereits das auspacken bereitete mir eine riesen Freude -der Postzusteller hielt es übrigens für ein leeres Paket ;-)))). Keine Tafel Schokolade schwer und unglaublich sexy, denn die Verarbeitung war TOP -da kann sich so manche Schwarzwälder Tuningbude was abschneiden!!


Das erste Probesitzen fand wetterbedingt auf der heimischen Rolle statt -schade dachte ich zuerst, aber dann wiederum; wieso eigentlich schade, denn mit den größten Taubheitsprobleme hatte ich immer auf der Rolle zu tun, denn hier ist die Sitzbelastung oftmals wesentlich statischer als im auf-&-ab der Landstrassen.
ABER welches Taubheitsgefühl eigentlich??? 2 1/2 Stunden auf der Rolle und? -Nichts!! nicht einmal die Furcht vorm ersten Pinkeln ist geblieben!
Auch der erste Test auf der Strasse schränkte die Begeisterung nicht weiter ein, klar zuerst ist es ungewohnt, da der Sattel einfach kürzer ist, aber bereits nach kurzer Zeit, ist das Einzige, was man vermisst das Druckgefühl in Aeroposition, welches sonst die Sattelnase permanent erzeugte.

Die Einstellung ist auch nicht weiter kompliziert, wenn man folgende Abbildung beherzigt:



Ich würde mir den Sattel jeder Zeit wieder zulegen und bin schon ganz heiß auf die erste Langdistanzerfahrung mit dem neuen Sattel!



Achja, nicht nur ich liebe meinen neuen Sattel..-er hat auch medizinisch absolut sinnvolle Begleitwirkungen.., unkoordiniertes Kreiseln gehört der Vergangenheit an.. ;-)


Kleiner Nachtrag nach rund 1000 weiteren Kilometern mitten aus dem Trainingslager auf Mallorca;

Als kleines Zwischenfazit zur Halbzeit möchte ich noch anmerken, dass sich ein gewisser Teil meines Körpers mitten im Trainingslager noch nie so entspannt angefühlt hat; daher hier nochmal eine ganz klare Kaufempfehlung von mir für den dash cycles TT.9 Sattel!!
und ja klar ist der nicht ganz billig, aber 1. kosten entsprechende Zeitfahrsättel diverser Mitbewerber auch 2-300€ und 2. liebe Triathleten, ihr zahlt teilweise 750$ für einen Tag Quälerei, warum also nicht mal 575$ für dauerhaft weniger Quälerei?!?

Produktreviews | 19. April 2013


Sensomotorische Radschuheinlagen

http://www.sensomotorik-zentrum.de/

Mittlerweile habe ich die Radschuheinlagen seit etwa 10000km verwendet –ich denke eine durchaus repräsentative Kilometerzahl um ein Fazit zu ziehen:
Ich hatte früher häufiger, gerade im Rahmen langer Einheiten Schmerzen unter dem Großzehengrundgelenk –also genau dort, wo bei Idealer Cleat-Positionierung- die Pedalachse liegt. Des Weiteren, wie wahrscheinlich die meisten Radfahrer es kennen, Schmerzen im Bereich des Fußrückens mit Taubheitsgefühlen in den Zehen DII-IV.
Nun der ursprüngliche erste Eindruck direkt nach dem Anziehen der Schuhe ist geblieben, es fühlt sich im Bereich des Mittefußes irgendwie unbequem an. Nach einigen Minuten umhergehen oder dem Aufsteigen auf das Rad ist dieser Eindruck allerdings verschwunden und man bemerkt die Einlagen nicht mehr –es fühlt sich dann recht bequem an.
Auch das Gefühl stabiler auf dem Pedal zu stehen ist geblieben. Selbst bei Einheiten mit „richtig Druck“ auf dem Pedal wie z.B. Kraftausdauer-Intervalle am Berg oder auch bei langen Einheiten mit zunehmender Ermüdung bleibt der Fuß besser in der neutralen Position.
Wie viele Radfahrer neige ich (links>rechts) dazu bei Ermüdung mit dem Rückfuß nach innen zu kippen –dies wird durch die posteromediale Abstützung des Fersenbeines deutlich reduziert –das bringt eine direktere Kraftübertragung, Entlastet den Bandapparat des Sprunggelenkes und schont die Wadenmuskulatur inkl. der Achillessehne –vor allem bei Triathleten natürlich ein wichtiger Aspekt, denn die Wadenmuskulatur wird so für den noch ausstehenden Lauf geschont.
Beschwerden im Bereich des Großzehengrundgelenkes oder Taubheitsgefühle der Zehen traten auch im Rahmen der hohen Trainingsumfänge im Trainingslager nicht mehr auf. D.h. auch auf dem Rad bin ich mittlerweile vollkommen beschwerdefrei und auch lange Ausfahrten bereiten meinem aufgespreizten Vorfuß keine Qualen mehr ;-)
Also auch die Radeinlagen sind absolut empfehlenswert, zumal die Radschuhhersteller die Wichtigkeit einer vernünftigen Fußbettung scheinbar nur sehr langsam erkennen. Steife und teure Carbonaußensohlen mit null Flexibilität und maximaler Kraftübertragung gibt es mittlerweile von allen Radschuhanbietern, orthopädisch sinnvolle Innensohlen meiner Meinung nach bisher nur von Bontrager und Specialized. Da die Sensomotorikeinlagen aber maß- und individuell gefertigt und eingepasst werden, denke ich ist dies die bessere Variante, zumal sie den „modebewussten“ Triathleten auch die freie Schuhwahl lässt…
Ich fahre die Einlagen auch bei meinen Wettkämpfen –selbst im Ironman!

Produktreviews | 26. Juli 2011