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Knappenman 2016

Oder „schwimmen ist wie radfahren“
-das ist das Wohl schönste Fazit meines gestrigen Knappenman XL (=Mitteldistanz 1,9-90-21), aber der Reihe nach.
Vor dem Ironman Cozumel wollte ich nochmal einen Testwettkampf absolvieren, um zu sehen ob die Richtung stimmt, bzw. welche Hausaufgaben ich bis November noch zu machen habe. Schließlich war mein letzter Wettkampf Hawaii 2013!
Das der Wettergott den Test auch so ernst nehmen würde, hätte ich allerdings nicht erwartet; 36 Grad zum Wettkampftag in der Lausitz sind eine Ansage.
Es folgte die erste Überraschung des Tages, Neoverbot. Ich fand es aus verschiedenen Gründen eigentlich gut, meinen Neo hatte ich zuletzt beim Ironman Zürich an, im Juli 2013, da hat er noch gepasst… Aber ob er das noch tut, war ja nun egal. Schwimmer mit guter Wasserlage profitieren ja weniger vom Neo, also kein Problem für mich, nur Schwimmer mit nahezu null Wassertraining brauchen ein bisschen unterstützenden Auftrieb, schade für mich… Etwas Angst vor der 1.Disziplin habend ging ich zum Start, ein völlig neues Gefühl für mich. Meinen aktuellen Trainingsumfängen entsprechend stellte ich mich in die 5./6. Reihe zum Landstart an den Strand. Auf den ersten hundert Metern überschwamm ich einige Athleten und dachte mir „warum stellt sich nicht einfach jeder seiner Schwimmmleistung entsprechend auf?“ Dann könnte ich alleine mein Tempo schwimmen und lange ruhige Züge machen, etwas später sah ich vor mir einen Schwimmer hinter einem Standup-Paddler und einen zweiten Schwimmer neben mir, sonst nichts?! ich dachte mir, da vorne ist eine schnelle Gruppe weg und dann kommt lange nichts und dann wir drei vor dem Hauptfeld.., naja nicht ganz, vorne war einer weg und dann kamen mein Begleiter und ich.. Platz 3 nach dem Schwimmen! Warum habe ich früher bloß soviel Zeit im Wasser verbracht? (Ja Ute, weil es natürlich auch Spaß macht!! ;-))
Sei es drum, grandioser Start in den Wettkampf!
Der Wechsel ging ebenfalls routiniert flott, evtl sogar noch etwas flotter, denn dank meines neuen Zeitfahrhelms mit Visier entfällt noch der häkelnde Schritt des Sonnenbrille-unter-den-Zeitfahrhelm-gefriemels. Die ersten Kilometer auf dem Rad waren die Oberschenkel, warum auch immer etwas fest & zu, und so richtig kam ich auf dem Rad nicht in meinen Tritt & auch der Wattmesser hat im Training schon bessere Beine attestier. Aber prinzipiell darf ich in Anbetracht einer 2:07 Std:min und dem Gesamtplatz 3 nach dem Radfahren wohl auch nicht klagen. Auch wenn sich meine Position im Feld nicht geändert hat, so aber die beiden Plätze vor mir. Auf der Radstrecke gab es jeweils am Ende der Runde einen Verpflegungspunkt, nach der ersten Runde habe ich diesen bewusst ausgelassen, nach Ende zwei und drei, wollte ich Wasser in mein Aerotrinksystem bunkern…-wollte! Leider wurden mir beide Male Flaschen angereicht, die nicht richtig verschlossen waren, so dass diese beim Umfüllversuch aufgingen und all der bei 36 Grad so kostbare Inhalt auf dem heißen Asphalt landete.. Doppelt ärgerlich da ich in meinen eigenen Radflaschen mein Getränk immer hochkalorisch „eingedickt“ fahre, daher bin ich also fürs Trinken & die Ernährung aus Wassernachschub von außen angewiesen.. Schade! Runde drei war dennoch ok, aber am Ende war schon zu merken, dass mir erheblich Flüssigkeit fehlt. Als ich T2 erreichte war meine körperkerntemperatur schon deutlich im roten Bereich. Der Wechsel ging auch dank der Yankz In meinen Schuhen fix, aber der Versuch los zulaufen fühlte sich eher an, wie der Versuch aus der Sauna zu kommen, wenn man zu lange drin war und schon „Kreislauf“ hat.. Ich hoffte auf Wasser am Ende der Wechselzone -Fehlanzeige! Aber die Nachfrage ergab, „gleich am 1. VP“ schade nur, dass der erst bei km 2,5 kommt.. Eine kleine geh-lauf-strauchel-Odyssee später (& nicht nur einem Gedankenspiel zum Abbruch dieses Formtestes) erreichte ich VP1, prima, Pause! Ca. 10 Minuten und gefühlte zwei Handvoll Wasser-&Colabecher kombiniert mit ebensovielen Wasserschwämmen später trottete ich wieder los, ging dann knapp 1km ganz passabel, bis mein Magen-Darm-System mich krampfig wissen lies, dass der Versuch in Minuten das verpasste der letzten Stunde aufzuholen nur auf dem Sofa in Relaxposition machbar ist… Naja Tempo wieder raus und in Runde 1 teils gehend, teils laufend von VP zu VP. Runde zwei war dann wenigstens durchweg gelaufen. Aber am Ende sehnte ich das Ziel doch erheblich herbei. Ich erreichte es schließlich als zehnter, besser als während des „Laufs“ gedacht, denn hier wähnte ich mich gerade noch unter den ersten 20.
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Fazit: ich denke die Hausaufgaben habe ich bisher ganz gut gemacht & die Formrichtung für Cozumel stimmt und das auch hier Flüssigkeitshaushalt & Körperkerntemperatur die zentralen Themen sein werden hat dieser Wettkampf nochmal eindrücklich verdeutlicht.. Bis auf die Lauf“Performance“ bin ich also zufrieden und da klar ist voran diese scheiterte bin ich mit mir und dem gestrigen Wettkampf soweit im Einklang!

Allerdings denke ich auch, dass ein Veranstalter bei solchen Bedingungen mittels improvisierten Wasser-/Schwammstellen und ggf. Schlauchduschen reagieren sollte.., bei 20 Grad ist der Knappenman aber eine uneingeschränkte Wettkampfempfehlung!

Allgemein | Rennberichte | 28. August 2016


Rad am Ring 2016 -"grüne Hölle" die 3.

Am vergangenen Wochenende haben sich mein guter Freund Jörg und ich zum 3. Mal auf den Weg in die Eifel gemacht um zum 2. Mal im 2´er Team beim 24-Stunden Rennrad-Rennen dabei zu sein.
Zum 1. Mal allerdings mit Support, denn nachdem wir im vergangenen Jahr mit relativ wenig Aufwand (=Training) Platz 7 in unserer AK erreichen konnten, sind wir dieses Jahr erstmals mit einem klar formulierten Ziel zum Nürburgring gereist; wir wollten in unserer AK „Masters 2“ -schließlich sind wir zusammen 90 Jahre alt- aufs Podest. Daher war dieses also Katja dabei um uns bei der Verpflegung, der Motivation und nicht zuletzt auf der An-, bzw. Abreise zu unterstützen, was sie, das vorab, super getan hat. DANKE!!
Also kurz der Reihe nach; die Anreise am Freitag nach der Arbeit ging erfreulicherweise gut & staufrei. Unsere Parzelle war wieder am Ende der Grandprixstrecke kurz vor der Einfahrt ins Fahrerlager, wie wir finden ideal zum Wechseln da man den anderen relativ frühzeitig ankommen sieht.
Das Wetter sollte durchwachsen sein, was sich am späten Freitag, bzw. in der Nacht zum Samstag in heftigen Regenfällen bewahrheitete. Samstag zum Frühstück schien aber bereits die Sonne verhalten und die Prognose versprach zumindest einen trockenen Samstag, aber wer die Eifel kennt, der weiß, dass hier eigene Bedingungen herrschen…
Ich sollte den Start übernehmen –auch wenn mir so ein Gedränge eigentlich nicht sonderlich liegt- und so reihte ich mich knapp eine halbe Stunde vor dem Start in die Masse an Rennradfahrern auf der Start-Ziel-Geraden ein. Der Countdown war schon beeindruckend, wenngleich ich zugeben muss, dass mir und meiner Nervositätsblase ein Triathlonstart praktischer erscheint… ;-)
Start 1

Aufgrund meines Respektes vor zu großem Gedränge auf dem Rennrad war die ersten beiden schnellen Gruppen weg, aufgrund eines Sturzes vor mir, den ich zum Glück umfahren konnte, wurde es auch mit der 3. Gruppe knapp. Diese verlor ich eingangs der Nordschleife auch, da auch hier mein von Berufswegen sehr gelebtes Motto „safety first“, mich den Anschluss nach einem erneuten Sturz direkt vor mir verpassen lies. Nun ja, zugegeben fand ich es einerseits nicht so schlimm, da 24 Stunden ja genug Raum lassen sich gut zu positionieren, aber da es anfangs recht windig war, ist es natürlich unschön nach einem zügigen Start dann alleine im Wind auf die Nordschleife zu gehen..
Die Runde lief dann aber ganz gut und ich stellte fest, dass viele von den Fahrern um mich herum wohl aus 4´er oder 8´er Teams waren und somit natürlich mit einem höheren Tempo starten können. Ich begann mit zwei Runden und wir wechselten dann erstmals. Mein erstes Fazit war; Position als Ausgangslage ganz gut aber so richtig gute Beine hatte ich leider nicht.
Jörg fuhr ebenfalls zwei Runden und schien ganz zufrieden. Den Modus nach zwei Runden zu wechseln hielten wir zunächst aufrecht, da es uns etwas „stressfreier“ erschien, d.h. der nichtfahrende hat etwas mehr Zeit zur Erholung.´
Jörg in action
Nachdem jeder 2 Turns durch hatte wagte Katja einen Blick in die Echtzeitergebnisse und wer hätte das gedacht?! Nach knapp 8 Stunden Renndauer lagen wir in der AK-Wertung auf Position 1 mit knapp 9 Minuten Vorsprung!
Zum Einbruch der Dunkelheit hielten wir den zweier-Modus bei, denn es funktionierte ja scheinbar recht gut. Mit zunehmender Renndauer bekam ich allerdings immer mehr Beschwerden mit meinem Verdauungssystem; Isodrinks, Gel und Riegel wollte er einfach nicht mehr hinnehmen –obwohl ich an meiner Ernährung seit Jahren nichts umgestellt habe und diesbezüglich ja mit Sponser auch immer hervorragend gefahren bin..?! Nur mit trockenem Brot und Cola schlückchenweise fehlt auf Dauer allerdings der Kraftstoff für richtig Kraft in den Beinen..-das Rennen wurde für mich also härter als gedacht, zwischenzeitlich dachte ich daran einfach nicht wieder aufs Rad zu steigen…-aber der Kopf dominiert ja den Körper lange.., sehr lange… Gegen halb sechs wagte ich einen Energieriegel –den ich gut vertrug und konnte auch wieder Elektrolyte auffüllen –und zack das Tempo ging wieder hoch. Da unsere Verfolger in der Nacht aber bis auf 2 Minuten an uns herankamen, war das auch bitter nötig.. Daher entschloss ich mich auch aus taktischen Gründen die nächste Runde so schnell wie möglich zu fahren, in der Hoffnung den Abstand wieder etwas größer werden zu lassen und so zu zeigen, dass wir noch „da“ sind.. und siehe da, die Beine gingen wieder und wir konnten einen deutlichen Zahn zulegen. Da die zweite Runde von Jörg und mir jeweils etwas langsamer wurde als die erste, beschlossen wir nun auf einen „Einerwechsel“ umzusteigen um das etwas höhere Tempo halten zu können.
Der Vorsprung nahm wieder zu, also hieß es so langsam Daumen drücken, dass uns nicht noch ein technischer Defekt oder ein erneutes „Kalorienaufnahmedefizit“ ereilt..
Es lief aber zum Glück weiter alles wie am Schnürchen und wir konnten unsere Runden weiter konstant abspulen und die grandiose Strecke der Nordschleife teilweise auch genießen ;-) ok, es gibt Stellen, die sind egal wann sensationell (Fuchsröhre, Brünnchen, Grandprixstrecke) und einige, die machen nur bei frischen Beinen, blauem Himmel und vormittags an ungeraden Tagen (oder so ähnlich) Spass –die hohe Acht zum Beispiel, die eigentlich gar nicht so hoch ist, aber irgendwie trotzdem nur selten „Flow“ hat..
Aber was soll ich sagen, wenn selbst der Hawaii-Sieger und Weltmeister Sebastian Kienle nach seinem Start beim Zeitfahren am Freitag erkannt hat, das die „grüne Hölle“ Ihren Namen nicht umsonst hat…-und er ist nur eine Runde gefahren.. ;-))
Ziel
In jedem Fall hatten wir trotz des (bewußten) Leidens wieder unseren Spass und das, was Jörg und ich in zahlreichen gemeinsamen Momenten (auf und abseits des Rades) schon längst erkannt haben wurde deutlich bestätigt; wir sind ein gut funktionierendes Team: Platz 1 in der Masters2 Wertung mit einer Runde Vorsprung und Platz 4 in der Gesamtwertung aller 2´er Teams!
Podest
Liste
Danke Jörg –wie schon gesagt, es war mir eine Fest und eine Ehre zugleich;
jörg & ich
Und Danke Katja für Deinen physischen und psychischen Support!
ich wäre 2017 wieder dabei, denn
Du bist nicht Du
da kann das Projekt ja dann nur heißen; Titelverteidigung, oder?!

Allgemein | Rennberichte | Sport-Wettkampf | 5. August 2016


Rad am Ring oder "ein Ring Dich zu knechten"

Am vergangenen Wochenende habe ich doch tatsächlich meine Wettkampfpause unterbrochen -eine Folge meiner Inkonsequenz in einer Bierlaune im vergangenen Jahr „klar fahre ich mit“ gesagt zu haben, bzw meiner Konsequenz stets zu meinen Aussagen zu stehen..
Am Freitag reisten wir also in die Eifel um das 24 Stunden Rennen bei Rad am Ring, einem Rennen auf der legendären Nordschleife in Angriff zu nehmen, geplant war ein Start im 4’er Team, aber aufgrund einer Absage reisten wir zu dritt an; der radbegeisterte Teaminitiator Olli, mein langjähriger Radtrainingspartner Jörg und icke, der das letzte ernsthafte Radtraining mit Jörg auf Mallorca absolviert hatte (das war Anfang Mai!).
Am späten Abend erreichten wir den Ring und unsere Box, nahezu routiniert richteten wir unser Camp ein und dann ging es erstmal ins Bett.

Am Samstag stand nach dem Frühstück zuerst die Registrierung an und dann eine lockere Einrollrunde, schon hier wurde klar, es würde ein lustiges Wochenende werden -in jeder Hinsicht.. Ich verfluchte mich bereits das erste Mal selbst, denn ich hatte den Kopf im Vorfeld so voller Dinge, dass ich mit meiner Standardübersetzung aus Sachsen-Anhalt anreiste: 42:21 -das geht im welligen nur mit dicken Beinen, aber die waren ja mangels Training auf der heimischen Baustelle verblieben.
Aber auch andere hatten entscheidende Erkenntnisse bei den ersten Anstiegen der Einrollrunde, so auch Olli, der feststellte „ich hätte die zweite Portion nicht essen sollen! -die letzten Jahre..“ Schnell war also klar, wir sitzen alle drei irgendwie im selben Boot, bzw fahren alle den gleichen Ring..

Olli, als der höchst motivierte unter uns, was das Rennen und vor allem auch das Gedränge beim Start angeht, machte sich dann also auf den Weg zur Startaufstellung, während Jörg und ich noch etwas relaxten und sinnlos leere Kalorien bunkerten. Der Plan war, tagsüber nach jeder Runde zu wechseln -also etwa jede Stunde (+-), nachts dann alle zwei Runden.
Nach dem Start geht es zunächst über die GrandPrixStrecke und Olli kam nach dieser Schleife im ersten Drittel liegend zurück -kein schlechter Start also- um dann kurz hinter unserer Box auf die legendäre Nordschleife einzubiegen.
Nach einer knappen Stunde ging es dann für mich das erste mal raus, der erste Teil der Runde auf der Nordschleife geht vornehmlich bergab, unter anderem die „Fuchsröhre“ hinunter, wo man leicht Geschwindigkeiten von 80-90 km/h erreicht.

Ab dem Streckenabschnitt „Bergwerk“ -hier verunglückte 1976 Niki Lauda- geht es dann aber ebenso lange wieder bergan, schließlich sammelt man auf den 26,4 km rund 580 Höhenmeter. Mir klangen noch Ollis Schauergeschichten über den schier unmenschlichen Anstieg zur „hohen Acht“ im Ohr und so fuhr ich etwas verhalten und wartete auf „den Hammer“, als ich schließlich den Streckenbaschnitt „Döttinger Höhe“ erreichte, glaubte ich zu wissen, dass die Runde ja gleich zu Ende sein müßte -war sie auch, noch eine kurze Welle und man biegt wieder auf die GrandPrixStrecke ein. Dann mußte diese eine Welle vorhin, die zwar weh tat, aber in meinen Augen weder extrem steil noch sonderlich lang war, wohl die „hohe Acht“ gewesen sein (das Schild hatte ich in der ersten Runde nicht gesehen..).

Nachdem ich auf Jörg gewechselt hatte -musste ich das kurz mal mit Oli ausdisskutieren, aber meinen Vorschlag, mal mit uns ins Trainingslager zu kommen um „richtige Berge“ zu fahren, wurde vehement (& auch am weiteren Wochenende) abgelehnt.. Meine erste Runde lag bei etwas unter 50 Minuten und das überraschte mich selbst wohl am Meisten, denn wie gesagt, ich saß vorher 4 Wochen nicht auf dem Rennrad und geregeltes Training gibt es bei mir schon seit Monaten nicht mehr.. Aber scheinbar wirken Ute´s Pläne noch nach.. ;-)
Die ersten Stunden vergingen quasi wie im Flug, da auch das Wetter hervorragend (und ja eigentlich Eifel untypisch) mitspielte. Die Zeiten blieben recht konstant und die Platzierung wurde stetig besser -welch ein Spaß!

Ich freute mich zum Einen auf die Nacht, zum Anderen war ich aber auch gespannt, wie es sich anfühlen würde. Nachts aufzustehen und adhoc wach zu sein bin ich ja von Berufswegen her gewohnt, aber auch noch körperliche Leistung abliefern?
Geht!
Und zwar besser als gedacht, die etwas langsameren Rundenzeiten erklären sich in erster Linie durch das mangelnde Tageslicht und eine mittlerweile auch bei mir bestehende Hemmschwelle bergab..,zumal ein nicht mehr ganz taufrischer Akku mein Licht zur Funzel degradierte und sich im wahrsten Sinne des Wortes blind darauf zu verlassen, dass die Rennstrecke immer noch so aussieht wie einige Stunden zuvor im Hellen, lässt die Hand doch hin und wieder öfter nach dem Bremshebel tasten..

Ich fuhr meine letzte Nachtrunde von ca. 4:30 bis 5:30, das heißt also, ich durfte den Sonnenaufgang über der Nordschleife und der Nürburg erleben -wirklich ein Traum mit dem aufsteigendem Morgennebel.
Am Sonntag zog es sich dann allerdings doch etwas und aus Mangel an Kraft oder/und Motivation des restlichen Teams hatte ich dann die Ehre (bzw den Ehrgeiz) die Schlussrunde zu fahren, damit dies Runde Nr. 25 sein konnte, mussten wir vorher nochmal etwas Druck machen um den Cut-Off zu schaffen, aber es hat, auch dank Jörg´s konstant schnellen Rundenzeiten, gut geklappt!
Ich konnte eine nicht zu langsame Schlussrunde fahren und trotzdem konnte ich sie genießen. Vor der Zielgeraden warteten dann Olli und Jörg und wir fuhren das letzte Stück gemeinsam.

Am Ende standen zu dritt also 25 Runden a 26,4 km mit je 580 Hm, d.h. also insgesamt knapp 660 km und 14.500 Hm.

Viel wichtiger sind für mich aber einige andere Punkte;

1) es war eine grandiose Erfahrung und vor allem ein tolles gemeinsames Erlebnis! Danke Jungs!!
2) Wettkampfsport kann auch ohne leistungsorientierte Ziele Spaß machen
3) systematisches Training ist scheinbar überbewertet.
4) bei Ausblendung von 2. würde mich eine Wiederholung -auch im noch kleineren Team (alleine?) reizen…

Wie ja schon so oft hier geschrieben– I’ll be back!

Allgemein | Rennberichte | 31. Juli 2014