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MD Bad Kissingen -ein Formtest

Nach dem das Rennen bei der 70.3 EM in Wiesbaden ja etwas „unrund“ liefen, hatte ich sofort nach dem Zieleinlauf beschlossen in die Kona-Vorbereitung noch eine weitere Mitteldistanz einzubauen, um unter Umständen doch noch eine etwas versöhnlichere Einstellung zu meiner aktuellen Leistungsfähigkeit zu bekommen. Hier fiel mir die MD in Bad Kissingen ein, bei der ich 2011 bei einem sympathischen und familiären Rennen eine gute Leistung zeigen konnte. Auch dieses Jahr paßte der Termin am gestrigen 01.09. gut in den Plan, also meldete ich kurzerhand.

Die Anreise von meiner Freundin und mir erfolgte am Samstag in aller Ruhe, da der Start und auch die Wettkampfunterlagenausgabe inkl. Check-in erst am Sonntag sein sollte. In der beschaulichen (und etwas seniorenlastigen ;-)) Kurstadt angekommen, fuhren wir zunächst die Radstrecke ab, da diese sich im Vergleich zur Premiere 2011 verändert hatte. Anschliessend absolvierte ich noch eine kurzes Koppeltraining im Sinne einer Tonisierungs- & Taperingeinheit, bevor wir noch ein Wenig durch den Kurpark und die Stadt schlenderten, um dann schließlich in einer Brasserie zu Abend zu essen.
Unseren Schlafplatz verlegten wir -dank meines ja stets „mitreisenden Bettes“ ,-) an das Saaleufer in die Nähe des Startareals.

Da der Start erst um 10 Uhr erfolgen sollte, war auch die Wettkampfbesprechung erst am Sonntagmorgen, diese wurde erfreulich knapp gehalten. Ein leichtes Schmunzeln bereitete mir der Anblick der zweiten Wechselzone im Kurpark, die Radständern bestanden aus weißen Holzklappstühlen, so dass T2 eher wie ein noch leeres Kurkonzert anmutete:


Die erste Wechselzone befand sich im traumhaft schönen Bad Kissinger Terassenschwimmbad, in dem auch die erste Disziplin erfolgte.

Ich fand mich auf Bahn 6 neben den als Favoriten gehandelten Profis Michael Wetzel und Uwe Widmann wieder, trotz des ja eher laxen Schwimmtrainings der Sommerwochen überraschte ich hier aber nicht nur mich, sondern auch den Sprecher, denn ich entstieg dem Becken als Favoritenschreck als Erster ;-))


Die Schwimmzeit von ca. 20:30 ist natürlich nicht sensationell aber sicher eine solide Basis.
Da mein Wechsel auf der abschüssigen und feuchten Wiese der ersten Wechselzone nicht ganz ideal verlief, „überwechselte“ mich bereits der zweitschnellste Schwimmer und Top-Favorit Uwe Widmann, allerdings war ich auf den ersten Radmetern in der Lage ihn nochmal zu stellen.
Nach einigen Kilometern hatte der aber seinen Rhythmus gefunden, überholte mich erneute und enteilte mir zusehens, ca. bei Radkilometer 5 kam auch der zweite Profi Michael an mir vorbei. Bei mir lief es in den ersten Runden der insgesamt 6-ründigen Radstrecke noch nicht so, wie ich es mir wünschte, daher musste ich dann auch Michael „ziehen lassen“. Hier können meine Trainerin Ute und ich also gleich das erste Fazit für die verbeleibende Hawaii-Vorbereitung ziehen… ;-)



Der Abstand zu Platz 4 schien im Verlauf des Rennens kontinuierlich zu wachsen und ich schätze ihn zum Ende der zweiten Disziplin auf gute 5-6 Minuten.
Der zweite Wechsel lief gut, allerdings ist es nicht so einfach ein Rad gegen einen Klapstuhl zu lehnen ohne dass dieser umfällt -also gab es noch eine kleine Geschicklichkeitsprüfung inklusive.
Da es sich ja um einen Vorbereitungswettkampf und ein intensives Training handelte lief ich recht beherzt los, wohl wissend, dass ich nach vorne nicht mehr viel würde ausrichten können..
Die ersten beiden Runden liefen sehr gut und rund, die Rundenzeiten waren nahezu identisch!


Da aber mittlerweile auch die Kurz- und Sprintzdistanzteilnehmer auf der Strecke unterwegs waren, fehlte mir die Orientierung nach hinten; hier verhalf mir dann aber meine Freundin zu mehr Klarheit „Du hast 15 Minuten auf Platz 4!“ rief sie mir nämlich zu Beginn der dritten Runde zu..-ich zweifelte un da ich mir nicht sicher war und eher an Sekunden glaubte hielt ich das Tempo, als allerdings auch der Sprecher eine halbe Runde später die Sache bestätigte, fiel es mir dann etwas schwerer das Tempo hoch zu halten.
Am Ende stand eine gute Laufzeit von 1:19 auf meiner Uhr und ich erreichte 14 Minuten nach Michael Wetzel (Platz 1) und Uwe Widmann (2.) das Ziel auf einem guten 3. Platz. Platz 4 folgte mit weiteren neunzehn (19!) Minuten Rückstand auf mich.



Fazit: es war gut und richtig für mich nach den letzten Wettkämpfen noch einen Testwettkampf zu machen, zum Einen für den Kopf und zum Anderen um noch einige trainingstechnische Schlüsse für die „heiße Phase“ vor Hawaii ziehen zu können. Außerdem ist der Wettkampf wirklich gut organisiert, hat herrlich familiären Character und eine wirklich traumhafte Kulisse in der Rhön und der Laufstrecke im Bad Kissinger Kurpark!


Die komplette Ergebnissliste findet ihr HIER und den offiziellen Artikel zum von der „Main Post“ gesponserten Rennen findet Ihr dann HIER
Den Rennbericht von Michael Wetzel findet ihr HIER
Weitere Bilder zum Rennen findet Ihr in meinen Galerien unter 2013 – MD Bad Kissingen.

Allgemein | Rennberichte | Sport-Wettkampf | 2. September 2013


Fazit zum 70.3 Wiesbaden

Gestern bin ich also bei der 70.3 EM in Wiesbaden gestartet, schon vorher war mir ja klar, dass ich dort weniger gut abschneiden würde als auf der vollen Distanz, denn ich kann ja gar nicht soo schnell -nur besonders lange.. ;-))

Der Start in Wiesbaden erfolgt in Wellen aufgeteilt auf die verschiedenen Altersklassen, das macht den Start zwar weniger hektisch, aber natürlich hat man schon von Beginn an keine wirkliche Orientierung wo man sich befindet..


Der Waldsee in Raunheim bei Wiesbaden ist leider auch für die Zuschauer nicht wirklich günstig und die Tatsache, dass die 2. Wechselzone rund 30 Kilometer entfernt in Wiesbaden ist, macht es nicht wirklich zuschauerfreundlicher…-sehr schade und, wie ich finde für eine EM nicht wirklich würdig! da hilft auch eine tolle Atmosphäre rund um die 2. Wechselzone und den Zielbereich nicht.


Mein Rennen begann recht gut, ich hatte einen guten Start und konnte mich mit einem Spanier bereits nach 3-400 Metern absetzen, nach der ersten Schleife gibt es einen kurzen Landgang, den ich dann als erster unter die Füße nehmen konnte, den Ausstieg am Ende der 1.9km erreichte ich dann, aufgrund einer nicht gar so guten Freiwasserorientierung des Spaniers als erster der AK 35-39. Unschön war allerdings, dass bereits nach rund 900 Metern die langsameren der vorher gestarteten Altersklassen zu überholen waren -das ging, dank des trüben Wassers nicht immer ganz ohne „Kontakt“.
Die Ergebnisliste wies meine Schwimmzeit später als die 54. schnellste aus -damit bin ich absolut zufrieden.

Der Wechsel klappte sehr gut, doch bereits zu Beginn der Radstrecke musste ich fest stellen, dass ich wohl nicht die besten Beine hatte, so recht wollte es nicht rollen.
Dazu kam eine aus irgendeinem Grund schleifende Hinterradbremse (die am Samstag bei der Vorbelastung definitiv nicht geschliffen hatte?!), naja, ich entschied mich dann irgendwann nach rund 30 Kilometern -nachdem es bergauf störender wurde, einen kurzen Stop zu machen und die Bremse „aufzustellen“.. Leider wollten die Beine auch danach nicht so recht nach vorne stürmen. Fazit: die Radzeit ist mir reichliche 10 Minuten zu langsam.

Der zweite Wechsel ging dann wieder wirklich gut und die Beine fühlten sich in den Laufschuhen recht gut an, ich lief etwas verhalten an, geplant war eine Temposteigerung nach km 10, aber die wurde durch leichtes krampfen in der Magengegend partiell verhindert, diese setzten ein, nachdem ich auf der Laufstrecke ein Hydrogel zu mir genommen hatte, was meinem Magen wohl zu sauer war -einmal mehr ein Beweis für den eigentlich von mir sehr verinnerlichten Satz „Im Wettkampf nur Dinge die sich im Training bewährt haben!“
Im Ziel war ich dann nach recht üppigen 4:48 Std:Min als 33. meiner AK und als Gesamt 204´ter; sicherlich noch recht aktzeptabel für meinen Ausflug auf die Mitteldistanz -schlieslich waren knapp 3000 Athleten und etliche Spezialisten für die Halbdistanz am Start, dennoch hinter meinen Möglichkeiten.

Daher halte ich es wie Faris Als-Sultan, der gestern ebenso hinter seinen eigentlichen Möglichkeiten blieb und das im Ziel kurz, knapp und ehrlich kommentierte; „Mehr habe ich eben im Moment nicht drauf – Punkt“, sagte der Münchner im Ziel.

Was der gestrige Tag aber auf jeden Fall war: ein super Start in die spezifische Hawaiivorbereitung der nächsten Wochen mit ordentlich harten Trainingskilometern..

Allgemein | Rennberichte | Sport-Wettkampf | 12. August 2013


IM Zürich 2013 -kein guter Tag..

Nachdem sich bei der letzten Trainingseinheit am Samstag die Beine richtig richtig gut anfühlten, war ich guter Dinge für den Renntag. Dieser begann wie immer recht zeitig, die Vorbereitungen im Hotel und die Anfahrt mit dem Taxi gelangen problemlos, doch bereits beim Check meines Rades in der Wechselzone musste ich feststellen, dass mein Ventil am Vorderrad streikte und die Luft einfach nicht mehr im Reifen halten wollte, ok keine Panik mein Auto mitsamt Ersatzlaufradsatz stand seitdem Vorabend in laufbarer Entfernung -Danke an meinen Physio Dirk & meine Freundin Katja für die flinken Füße! Also fix das Vorderrad getauscht -alles gut! -soweit…

Dank gut 400 Startern mehr aber einer nahezu gleich gebliebenen Zahl von Dixies gestaltete sich der obligate Pit-Stop dann aber nochmal sehr zeitintensiv.. -aber auch das lies sich noch rechtzeitig meistern.

Der Schwimmstart erfolgte ohne wirklich wahrnehmbares Signal, aber durch ein beherztes Anschwimmen von mir zumindest für mich recht prügelfrei ;-)

Ich fand einen guten Rhythmus, dennoch löste der Blick auf die Uhr beim Ausstieg keine Begeisterung aus bei mir, 59:02 (Min:Sek) naja, es war ohne Neo und das Wasser war nicht wirklich ruhig.

Der Wechsel aufs Rad klappte so leitlich ok, ich fuhr verhalten los, denn ich wollte zumindest zu Rennbeginn noch ein paar Körner für den heißen Marathon sparen.

Die erste Runde lief gut und ich fuhr wirklich kontrolliert, die ersten 90 km waren nach 2:27 (Std:Min) rum und ich fühlte mich noch absolut frisch. Die zweite Runde wollte ich das Tempo etwas forcieren, auch das gelang gut, ich machte Boden & Plätze gut und lag auf 4:40-4:45 (Std:Min) Kurs.



Allerdings verwirrte mich in einer Kurve irgendwo zwischen km 150&153 ein nach außen driftendes Heck mit folgendem durchschlagen des Reifens..-trotz DocBlue als Pannenschutz..-Plattfuß hinten…
„Ok, Pannenspray und CO2-Kartusche waren ja an Bord, also kein Problem“ dachte ich.. Doch das Loch war größer ;-) nach gut 5 Minuten stoppte ein Referee und rief per Funk den Tech-Support in Form eines Service-Motorrades „In 10 Minuten sind die hier!“ sprach es und fuhr weiter. Ich dachte mir „ok, rund 20 Minuten; nicht schön, aber du hast ja keinen Druck.“ Aber als es dann 30, 40, 60 und schließlich 75 lange Minuten wurden bis das Moped da war, stellte ich mir schon die Frage, wo genau eigentlich die hunderte von Euros der Startgebühr eigentlich so hinfliessen?!? Zumal ich bis zum Defekt mit Platz 27/28 auch nicht unter „ferner liefen“ fuhr.. Das Austauschhinterrad passte so leidlich, aber um 30 Kilometer zu rollen (ohne zu bremsen) sollte es reichen. Allerdings hatte ich nach dieser Verzögerung schon beschlossen nicht auf die Marathonstrecke zu gehen, sondern stattdessen meinen Startplatz in 14 Tagen bei der 70.3 EM in Wiesbaden doch zu nutzen (bei einem guten Finish in Zürich, hätte ich diesen sausen lassen!).
Kurz vor dem Ende der Radstrecke stand meine Tranerin Ute Mückel am Streckenrand, ich hielt kurz um den weiteren Plan zu besprechen..
Wir entschieden, dass ich noch kurz anlaufe, um den heutigen Tag noch zu einer runden Trainingseinheit zu machen.
Gesagt, getan! Bei Laufkilometer 3 beendete ich frustriert und verärgert das Rennen.
Fazit; manchmal hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu..

Großer Kritik muss sich in meinen Augen allerdings die WTC stellen; wenn man einen technischen Support ankündigt, muss der auch praktikabel umgesetzt werden (zumal zu diesen Startgebühren!), es gab keinen Informationsfluss zu den Info- und Sanitätstellen -das schürt natürlich die Angst bei den Angehörigen, wenn der erwartetet Athlet 90 Minuten „überfällig“ ist, zumal auch der live-Tracker nur bedingt funktionierte!
Das Rücktauschen der Laufräder (Leihrad gegen meine Scheibe) hat Stunden und zahlreiches hin&herlaufen von einer Stelle zur nächsten gedauert, da niemand so recht wußte, wo es denn nun eigentlich wieder „landen“ würde..


Und nun? -mal wieder aufstehen, Krönchen richten und weiter gehts..-allerdings zunächst nur mit einem halben Ironman..- der 70.3 EM in Wiesbaden..

Glückwunsch an alle Finisher heute, vor allem an Ronny Schildknecht für den 7. (siebten!) Sieg in Folge, an Per Bittner für den 3.Platz und sein Kona-Ticket und an Anja Beranek für Ihren ersten, wirklich starken Ironmansieg!
Alle Ergebnisse findet Ihr HIER!

Ach ja, ein schönes Ende hatte der Tag dann doch noch, lecker essen mit meinen Angehörigen und traumhaftem Ausblick über den Zürichsee!

Ein paar weitere Bilder findet Ihr in der Galerie zum IM Zürich 2013!

Allgemein | Rennberichte | Sport-Wettkampf | 30. Juli 2013