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IM Zürich 2013 -kein guter Tag..

Nachdem sich bei der letzten Trainingseinheit am Samstag die Beine richtig richtig gut anfühlten, war ich guter Dinge für den Renntag. Dieser begann wie immer recht zeitig, die Vorbereitungen im Hotel und die Anfahrt mit dem Taxi gelangen problemlos, doch bereits beim Check meines Rades in der Wechselzone musste ich feststellen, dass mein Ventil am Vorderrad streikte und die Luft einfach nicht mehr im Reifen halten wollte, ok keine Panik mein Auto mitsamt Ersatzlaufradsatz stand seitdem Vorabend in laufbarer Entfernung -Danke an meinen Physio Dirk & meine Freundin Katja für die flinken Füße! Also fix das Vorderrad getauscht -alles gut! -soweit…

Dank gut 400 Startern mehr aber einer nahezu gleich gebliebenen Zahl von Dixies gestaltete sich der obligate Pit-Stop dann aber nochmal sehr zeitintensiv.. -aber auch das lies sich noch rechtzeitig meistern.

Der Schwimmstart erfolgte ohne wirklich wahrnehmbares Signal, aber durch ein beherztes Anschwimmen von mir zumindest für mich recht prügelfrei ;-)

Ich fand einen guten Rhythmus, dennoch löste der Blick auf die Uhr beim Ausstieg keine Begeisterung aus bei mir, 59:02 (Min:Sek) naja, es war ohne Neo und das Wasser war nicht wirklich ruhig.

Der Wechsel aufs Rad klappte so leitlich ok, ich fuhr verhalten los, denn ich wollte zumindest zu Rennbeginn noch ein paar Körner für den heißen Marathon sparen.

Die erste Runde lief gut und ich fuhr wirklich kontrolliert, die ersten 90 km waren nach 2:27 (Std:Min) rum und ich fühlte mich noch absolut frisch. Die zweite Runde wollte ich das Tempo etwas forcieren, auch das gelang gut, ich machte Boden & Plätze gut und lag auf 4:40-4:45 (Std:Min) Kurs.



Allerdings verwirrte mich in einer Kurve irgendwo zwischen km 150&153 ein nach außen driftendes Heck mit folgendem durchschlagen des Reifens..-trotz DocBlue als Pannenschutz..-Plattfuß hinten…
„Ok, Pannenspray und CO2-Kartusche waren ja an Bord, also kein Problem“ dachte ich.. Doch das Loch war größer ;-) nach gut 5 Minuten stoppte ein Referee und rief per Funk den Tech-Support in Form eines Service-Motorrades „In 10 Minuten sind die hier!“ sprach es und fuhr weiter. Ich dachte mir „ok, rund 20 Minuten; nicht schön, aber du hast ja keinen Druck.“ Aber als es dann 30, 40, 60 und schließlich 75 lange Minuten wurden bis das Moped da war, stellte ich mir schon die Frage, wo genau eigentlich die hunderte von Euros der Startgebühr eigentlich so hinfliessen?!? Zumal ich bis zum Defekt mit Platz 27/28 auch nicht unter „ferner liefen“ fuhr.. Das Austauschhinterrad passte so leidlich, aber um 30 Kilometer zu rollen (ohne zu bremsen) sollte es reichen. Allerdings hatte ich nach dieser Verzögerung schon beschlossen nicht auf die Marathonstrecke zu gehen, sondern stattdessen meinen Startplatz in 14 Tagen bei der 70.3 EM in Wiesbaden doch zu nutzen (bei einem guten Finish in Zürich, hätte ich diesen sausen lassen!).
Kurz vor dem Ende der Radstrecke stand meine Tranerin Ute Mückel am Streckenrand, ich hielt kurz um den weiteren Plan zu besprechen..
Wir entschieden, dass ich noch kurz anlaufe, um den heutigen Tag noch zu einer runden Trainingseinheit zu machen.
Gesagt, getan! Bei Laufkilometer 3 beendete ich frustriert und verärgert das Rennen.
Fazit; manchmal hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu..

Großer Kritik muss sich in meinen Augen allerdings die WTC stellen; wenn man einen technischen Support ankündigt, muss der auch praktikabel umgesetzt werden (zumal zu diesen Startgebühren!), es gab keinen Informationsfluss zu den Info- und Sanitätstellen -das schürt natürlich die Angst bei den Angehörigen, wenn der erwartetet Athlet 90 Minuten „überfällig“ ist, zumal auch der live-Tracker nur bedingt funktionierte!
Das Rücktauschen der Laufräder (Leihrad gegen meine Scheibe) hat Stunden und zahlreiches hin&herlaufen von einer Stelle zur nächsten gedauert, da niemand so recht wußte, wo es denn nun eigentlich wieder „landen“ würde..


Und nun? -mal wieder aufstehen, Krönchen richten und weiter gehts..-allerdings zunächst nur mit einem halben Ironman..- der 70.3 EM in Wiesbaden..

Glückwunsch an alle Finisher heute, vor allem an Ronny Schildknecht für den 7. (siebten!) Sieg in Folge, an Per Bittner für den 3.Platz und sein Kona-Ticket und an Anja Beranek für Ihren ersten, wirklich starken Ironmansieg!
Alle Ergebnisse findet Ihr HIER!

Ach ja, ein schönes Ende hatte der Tag dann doch noch, lecker essen mit meinen Angehörigen und traumhaftem Ausblick über den Zürichsee!

Ein paar weitere Bilder findet Ihr in der Galerie zum IM Zürich 2013!

Allgemein | Rennberichte | Sport-Wettkampf | 30. Juli 2013


IM Lanzarote 2013 - Oder das wahrscheinlich längste Quali-Rennen der Welt.

Der Ironman Lanzarote gilt als der härteste Ironman der Welt, zum Einen aufgrund der 2550 Höhenmeter auf der Radstrecke und zum Anderen wegen der ja in meinen News schon mehrfach gewürdigten Winde. Das kann ich durchweg bestätigen, aber eins nach dem Anderen.

Der Tag begann zeitig um 4:30, das Hotel hatte sich auf die rund 15 dort nächtigenden Athleten gut eingerichtet und bot ein frühes Frühstück an, ich beschränkte mich um 5:00 auf zwei Nutella-Toasts. Dann ging es die knapp 4 Kilometer zur Wechselzone mit einem geliehenen Rennrad, denn mein Rad durfte ja nach dem Check-In am Freitag schon draußen übernachten.

Die Wechselzone ist vor einem Ironman immer ein heilloses Durcheinander –von oben vermutlich einem Ameisenhaufen gleichend, trotzdem versuchte ich Ruhe zu bewahren und mein Rad mit meiner Rennverpflegung zu bestücken und die üblichen Vor-Start-Rituale zu absolvieren, vor allem Ruhe bewahren gelang mir wirklich gut –bis ich mich in meinen Renneinteiler zwängen wollten, denn hier merkte ich, dass mein Pulsmeßgurt weg war! Ich hatte ihn aber sicher eingepackt, also die ganze Tasche mehrfach durchsucht –nichts! Ok, dann eben wieder ohne Puls.., ich wollte aber das Rennen eigentlich sehr kontrolliert angehen, daher nochmal quer durch das ganze Wechselzonengewusel zurück zum Rad –nur hier könnte er aus der Tasche gefallen sein, aber am Boden lag nichts, doch im Zaun nahe meines Rades hatte vermutlich ein anderer aufmerksamer Athlet meinen Gurt deponiert! Uff, aber die Ruhe war jetzt überschaubar..
Pünktlich zum Umziehen wurde dann der leichte Nieselregen stärker und auf dem Weg zum Schwimmstart schüttete es recht ordentlich –egal, ich hatte ja einen Neo an (armer Dirk!).
Der Schwimmstart ist ein Landstart und erfolgt zeitgleich für Profi´s und Altersklasseathleten, es stürzen sich also rund 1900 Athleten gleichzeitig in die Fluten –ein echtes Highlight im Triathlon & sonst wohl in keiner anderen Sportart zu erleben!


Es waren so aber die toughesten 160m die ich je im Wasser erlebt habe –der Weg bis zur ersten Boje, eine einzige Prügelei! Dort biegt man dann auf eine ca. 800m lange gerade, ab der Hälfte etwa konnte ich mein Tempo schwimmen, zwischen den beiden Schwimmrunden geht es für ca. 20m an Land und in der zweiten Runde konnte ich dann nochmal gut zulegen und schön gleiten –bereits hier mussten einige Profi´s (erkennbar an der Badekappenfarbe) dran glauben ;-)) Nach 54:06 Min:Sek beendete ich die 3,8 Kilometer im Wasser und somit die erste Disziplin.

Der Wechsel lief glatt, allerdings spiegelt sich das dank der langen Wege nicht in der Wechselzeit wieder. Auf dem Rad bin ich dann wie mit meiner erfahrenen Trainerin Ute vorher besprochen wirklich verhalten los gefahren –denn bis etwa km 120 hat man zu ¾ Gegenwind & bis dahin verstecken sich auch nahezu alle der 2550 Höhenmeter, so dass erst hier das eigentliche Rennen anfängt..
Die ersten 30 Kilometer regnete es stellenweise noch und die Strassen waren nass, so dass die Kurven und Kreisverkehre mit doppelter Vorsicht anzusteuern waren. Der Wind blies mit mäßiger Stärke, also zusätzlich noch keine einfacheren Bedingungen.
Ich muss zugeben, es fiel mir zeitweise etwas schwer den einen oder anderen Athleten „ziehen zu lassen“ aber ich hoffte es würde sich auszahlen, hier war sicherlich hilfreich, dass ich ja mittlerweile doch schon etwas an Erfahrung mit auf die Langdistanz bringe.

Bei einer Ortsdurchfahrt nach rund 60 Kilometern erwischte ich eine Bodenwelle, die ich zu spät gesehen habe etwas unglücklich und ich verlor eine Trinkflasche sowie meine Pumpe und meine CO2-Patrone –jetzt also bloß kein Platten (ich greife mal vor, ich blieb verschont!).
Der lange Anstieg nach Los Nieves rollte soweit gut und die mittlerweile zum Glück abgetrocknete verwinkelte Abfahrt danach war trotz des Windes recht gut machbar.
Der zweite lange Anstieg zum Mirador del Rio zog sich dann etwas, hier hat man aber den schweren Teil der Radstrecke hinter sich und man dreht in den Wind, so dass die Abfahrt und der Rückweg dann weitestgehend flott zu absolvieren ist, aber trotzdem 180 Kilometer bleiben 180 Kilometer.. Die letzen Kilometer nahm ich Tempo raus um die Beine noch etwas zu lockern. Nach 5:31:23 Std:Min:Sek erreichte ich die zweite Wechselzone.

Auch der zweite Wechsel verlief ganz ordentlich, ich habe mir bewußt Zeit genommen meine Füße sandfrei zu bekommen und ganz sicher zu gehen, dass die Socken richtig sitzen –ich wollte schließlich kein „Mallorca-Blasen-Dejavús“.
Aus dem Wechselzelt heraus lief ich zeitgleich mit einem mir bekannten und geschätzem Athleten und Ex-Hallenser Matthias Raeke (der sich mit einem beeindruckenden 18. Platz seinen Hawaii-Slot in der Ak 40-44 sicherte. Nochmals „Glückwunsch Matze“!), der als wirklich guter Läufer auch gleich mächtig loslegte, da sich meine Beine gut anfühlten ging ich mit.
Der erste Kilometer ging in 4:03, der zweite in 4:08, ich rief mir Utes Worte ins Gedächtnis und vor allem meinen „Hitzschlag“ beim Ironman Cozumel nach zu schnellem angehen, daher wünschte ich Matze ein gutes Rennen und nahm „deutlich“ Tempo raus, ich pendelte mich bei 4:30 pro Kilometer ein und versuchte sauber zu laufen. Ich fühlte mich wirklich gut und so entschied ich (eigentlich gegen Utes Ansage) bei dieser Pace zu bleiben, die ersten 9,.. Kilometer blies der Wind von vorne, trotzdem ging es gut. Nach der Wende ging es dann mit dem Wind im Rücken bei gleicher Pace zurück zur Wechselzone. Wasser, Schwämme und Kohlenhydratgels immer nach Plan konsumierend.
Beim Halbmarathon zeigte die Uhr 1:24:.. Std:Min:Sek, sauber! So langsam hatte ich Angst „zu platzen“, aber es ging weiter gut. Mein Physio Dirk leistete in Kommunikation mit meiner Trainerin Ute am heimischen PC ganze Arbeit was Abstände und motivierende Zurufe anging.
Häufig hatte ich mich in vergangene Rennen nach hinten orientiert und so das Rennen schon zu Beginn der dritten Disziplin verloren, diesmal gelang es mir –auch durch die Information bezüglich der Platzierungen & die Aussicht auf einen gemeinsamen Kaffee mit Ute am Kaffeeboot in Kona im Oktober- mich nach vorne zu orientieren und so Boden gut zu machen!!
Auf dem Rückweg der zweiten Runde hatte ich kurzzeitig mir etwas Magenkrämpfen zu tun und mit immer stärker schmerzenden Oberschenkeln, die Pace ging daher etwas zurück. Ab Kilometer 35 schmerzten die Oberschenkel brutal und es fiel schwer positives zu denken –aber es gelang!
Schließlich trug mich die Aussicht auf einen Platz unter den Top 30 (bei Wendpunktstrecken kann man sich immer sehr gut orientieren..) und auf einen Hawaii-Slot ins Ziel. Mir gelang eine Marathon in 3:18:02 Std:Min:Sek und eine Zielzeit von 09:52:23 Std:Min:Sek!!
Bei der Rückgabe des Zeitmeßchips erhält man in Lanzarote neben dem Finisher-Shirt noch einen Ausdruck über seine Zeiten und Platzierungen und dieser war von mir jetzt besonders begehrt..-hier stand es schwarz auf weiß AK-Platz 4, Gesamtplatz 27!!!

Das heißt bei 6 WM-Plätzen in meiner Altersklasse hielt ich quasi mein Ticket-to-Kona in der Hand!!!!!!!!!


Ich habe schon einiges an Emotionen erlebt nach Wettkämpfen, aber heute stand ich da in der Wechselzone und hatte mächtig feuchte Augen –eine unterschwellig immer vorhandene Last fiel von mir ab..-sensationell. Ich bin über glücklich und freue mich auf die Slot-Vergabe morgen und noch viel mehr auf eine Reise nach Hawaii im Herbst. Aloha!

An dieser Stelle möchte ich exemplarisch einigen Menschen danken, ohne die ich nicht da wäre wo ich nun bin & dies niemals gelungen wäre, da sie mich immer unterstützt und an mich geglaubt haben.
Danke:

Ute, Alex, Dirk, meine Eltern & Katja

Weiterer Dank geht an meine Sponsoren und Partner -ohne diese wäre eine solche Leistung nur schwer machbar!
Die ersten Bilder gibt es auch bereits in der Galerie 2013 – IM Lanzarote!

Allgemein | Rennberichte | Sport-Wettkampf | 19. Mai 2013


Ironman Cozumel 2012

Eines vorab, mein, von den äusseren Bedingungen her, definitiv härtestes Rennen bisher -der IM Cozumel muss sich wohl nicht hinter Hawaii verstecken..-man beachtet die endlose lange Liste der DNF´s!

Vielen, vielen Dank an alle, die an mich gedacht & die Daumen gedrückt haben und oder live am Rechner saßen!!! es ist toll solche Freunde zu haben!!!!!!!
Ein weiterer riesengroßer Dank geht an alle Sponsoren und Partner, die mir vieles vereinfachen und ohne deren Unterstützung ein solches Projekt nur schwerlich möglich wäre!
Für alle Leser dieser Seite, es lohnt immer ein „click“ auf die Logos meiner Sponsoren & Partner, denn hinter allen Dienstleistungen und Produkten stehe ich 100%-tig und kann sie uneingschränkt weiter empfehlen!!!

Nun zum Renntag; dank absolut üppigen Schlafes in den letzten Tagen, war es nicht schlimm, dass die letzte Nacht mit eher wenig Schlaf verlief.. Pünktlich um 4:30 klingelte der Wecker und nach einem sehr sparsamen Frühstück ging es um 5:30 mit dem Shuttle zur Wechselzone. Dort angekommen war es schon arg voll, denn, dem Kapitalismus sei Dank, hatte die WTC satte 3000 Mal Startgeld kassiert, äh Starter zugelassen…
So richtig entspannt war ich dann also nicht mehr..


Zum Schwimmstart ging es wie 2011 mit langem Anstehen in Dreierreihe über den schier endlosen Steg des Delphinariums, an dessen Ende dann ein kühner Sprung ins lauwarme nass.. Schon gleich war merklich, dass die Strömung brutal war.., man konnte kaum mit vollen Brustzügen an der Startlinie bleiben. Folglich waren die ersten 800 Meter gegen die Strömung kein wirklicher Spass, die lange Gegengrade wuppte dann ganz gut. Ich entschied mich allerdings, nicht wie sonst alleine zu schwimmen, sondern blieb in einer recht flotten Gruppe um Kraft zu sparen -der Tag würde ja noch lang genugwerden-. Nach der letzten Wende ging es dann nochmal einige hundert Meter gegen die Strömung -und, meine Fresse, trotz richtig Druck ging es kaum nach vorne..-so dass ich dann froh war endlich den Ausstieg zu erreichen! Die Uhr zeigte eine 58´er Schwimmzeit -ich hatte mir mehr erwartet -allerdings war ich, trotz der Bedingungen, sicher auch dank der Gruppentaktik etwas weniger ausbelastet als sonst! (im Vorjahr bin ich ohne Gruppe noch eine 51´er Zeit geschwommen! -die Strömung war also doch recht massiv..)
Es folgte der recht lange Wege durch T1, meinen Wechselbeutel und mein Rad habe ich auf Anhieb gefunden, nur der Wechsel an sich hätte flotter seien können, aber die Kompressions- & Cooling-Ärmlinge wollten einfach nicht über die Arme.
Mit dem Rad ging es dann nochmal knappe 400 Meter duch die Wechselzone um dann endlich auf die Radstrecke einzubiegen.
Ich fuhr mit verhaltenem Druck los. Nach knappen 10 Kilometern erreicht die Küstenstrasse dann direkt die ungeschützte Ozeanfront, aber der Wind war zum Glück noch recht verhalten. Mit erschrecken stellte ich fest, dass mein Herzfrequenz-Sender nicht funktionierte..-„OK, who cares, danke Garmin, dann eben nach Gefühl..“ (Dank jahrelangem Training mit HF-, TF- und Watt-Messung sollte dies aber unproblematisch und abschätzbar sein..).
Ich fand schnell meinen Rhythmus und überholte in der ersten Runde komntinuierlich -so auch u.a. Sonja Tajsich gegen Ende der ersten Runde.. 1:30 für die ersten 60 km -es rollte gut ;-)
Ich war TOP motiviert und hatte Sprüche wie „Hit´em hard“, „Go big!“ und „go for the slot“ im Kopf!
In Runde zwei frischte der Wind dann bereits deutlich auf und auf der 25km Geraden entlang der Wasserkante fiel das Tempo um 5-6 Km/h.
Seit Mitte der erste Runde folgte mir ein Agegrouper, den ich zuvor überholt hatte, in ca. 5-7 Metern Abstand und auch meine, meinen Unmut anzeigenden Gesten schienen Ihn nicht zu stören

-Ey, Ihr Athleten da draußen Ihr seid selbst verantwortlich für fairen Sport!! so do it damned!!!

Erst ein Wettkampfricher, der auf dem Mofa vorbeikam bremste Ihn dann etwas aus, allerdings musste ich auch diesen erst auf das unsportliche Verhalten hinweisen..
Am Ende von Runde zwei passierte ich Mareen Hufe und Heidi Sessner (vormals Jesberger) -die Damen waren immerhin 17 Minuten vor den Agegroupern gestartet! (ach ja und so einige männliche Pro´s mussten auch immer wieder daran glauben..)
In Runde drei nahm der Wind nochmals zu und ich hatte zwischen Kilometer 130 und 150 leichte Magenprobleme und konnte nichts zu mir nehmen -beides nahm etwas Tempo.. Daher wurde ich hier auch von einem Agegrouper überholt.., man bemerke, dies war der einzige der mich im ganzen Radpart überholt hat!! ;-)))
Ab Kilometer 150 ging es wieder besser und ich konnte nochmal Kalorien und Flüssigkeit für den Lauf bunkern, ab Kilometer 170 nahm ich etwas Druck raus und erhöhte die Trittfrequenz, um die Beine zu lockern. Am Ende stand eine 4:53 -für die Bedingungen absolut zufriedenstellend!
Das Rad wird einem auf Cozumel in T2 abgenommen und man kann direkt mit seinem Wechselbeutel ins Umkleidezelt, der Wechsel verlief ganz OK -aber auch mit Potential..
Also raus auf die Laufstrecke in die pralle Sonne..-im Nachhinein erfuhr ich, dass ich als erster Agegrouper auf die Laufstrecke ging!! -Wow!
Die Hitze stand in der Stadt, trotzdem , die Beine fühlten sich gut und LOCKER an, ich ließ es einfach laufen.. Km 1 4:10, Km 2 4:12; ich nahm mich bewußt zurück Km 3 4:30, Km 4 4:30.. die Hitze auf der Strasse blieb vermutlich gleich, aber ich fing an zu kochen.. „F..k!! mach jetzt bloß nicht den Marino!!“ also Tempo raus, jede Verfplegungstelle 3x Wasser 1 1/2 trinken, 1 1/2 über Kopf und Körper; dazu hatte ich einen Handschuhwaschlappen dabei um ihn mit Eis zu füllen..-also mit Eis voll und in den Nacken, Eiswürfel in den Einteiler… Die Pace fiel gefühlt ins bodenlose.. Auf den ersten 7 Kilometern überholten mich bereits zwei Athleten meiner AK.. -Ich dachte darüber nach wie ich den Marathon bloss überstehen würde und fühlt mich an Christian und Horst erinnert (Ritter und Reichel), die beide im letzten Jahr auf der Laufstrecke hitzebedingt „geplatzt“ waren..
Ab Kilometer 10-11 ging es so langsam wieder, irgendwo zwischen 4:45 und 5:00 -naja, nicht berühmt aber es würde mich ins Ziel bringen. Viel Eis, Wasser und wenige Kilometer später sah ich sämtliche Slot-Illusionen davon flimmern und wollt nur noch finishen -denn DNF is NEVER an option!!!
Für alle die jetzt sagen, klarer Fall von over-pacing auf dem Rad, naja, so einfach ist es nicht, denn muskulär wäre durchaus mehr gegangen, aber mein Limit war heute klar die Thermoregulation..
Die dritte und letzte Runde war etwas besser -nicht wirklich schneller aber angenehmer, denn 1. versetzt der Kopf ja Berge, wenn er weiß, man wird es schaffen.. und 2. stand die Sonne tiefer, so dass zumindest zeitweise Schatten hinter den Häuserfronten bestand!

Raus zum Wechselpunkt sah ich dann leider Yvonne van Vlerken gehen, sie stieg aufgrund von Magenproblemen aus..-was mich meine Wette verlieren ließ..-ich wähnte sie unter den Top 3; daher muss ich nun Alex das Rad putzen und verpacken und werde nicht von ihr mit schön dekorierten Nachtischtellern verwöhnt ;-(

Das der Kopf wirklich Berge versetzen kann beweisen die letzten beiden Kilometer..4:40, 4:35..

(Laufkilometer 42 -Danke HHT für das Bild!)


Ein Marathon von 3:42 ist nicht das, was ich mir erwartet hatte, daher steht im Ziel bei mir nur eine 9:40:17.
Aber was soll´s -once again „I am an Ironman!“

Unmittelbar nach dem Zieleinlauf überwog bei mir die Enttäuschung über den in meinen Augen desaströsen Marathon und eine vermutlich fernab meiner Erwartungen liegende Platzierung, aber im Nachhinein, nach anschauen der Ergebnislisten wich die Enttäuschung doch zunehmend dem Stolz, über das geleistete:
Agegroup Rank: 7 (–>ca. 400 Starter, 265 im Ziel!)
Overall Rank: 52 (–> 3000 Starter und ca 1000 Dnf´s!! u.a. Y. v. Vlerken, Horst Reichel, Michi Göhner)
Swim: 58:09
Bike: 4:53:03
Run: 3:42:04
Overall: 9:40:17

Zur Einschätzung; ich bin zweitschnellster Deutscher geworden,
nur Profi Stefan Schmid war schneller!
Hier nochmal Glückwunsch an den sympathischen Jungprofi, der Gesamtplatz 9 erreichte!!

Ich bin als erster Agegrouper auf die Marathonsrecke und am Ende waren nur 21 Agegrouper schneller als ich.
Mein Radsplit ist insgesamt der 3. schnellste aller Agegrouper -in meiner Ak ist es der schnellste!!!
nach dem Radpart lag ich auf Gesamtplatz 33.
-das tröstet etwas über die nur 7. schnellste Laufzeit (der Agegrouper) hinweg ;-)

Achja und Dirk Bockel belegt mit einem 4:30 Marathon einen 83. Platz -Respekt fürs finishen! ist ja im Rahmen der Punktejagt nicht selbstverständlich für einen Pro.

So gesehen haben sich also meine vorherigen Ansagen erfüllt..-ganz vorne vom Rad und dann weiter schauen! Und auch das Motto stimmte, es war undenkbar weit weg von „making love“, denn auf der Laufstrecke hat sich eigentlich kein Schritt gut angefühlt.. ;-)

Nicht unerwähnt soll hier Alexandra Mitschke bleiben, die in Ihrem fünften (5!) Ironmanrennen in nicht ganz 6 Monaten eine 11:00:04 ablieferte und wiedermal gefährlich nah am Slot ist..
-we will see tomorrow!! (bei der Slotvergabe) get those $ ready.. ;-)

Bilder des Rennens werden im Rahmen der mexikanischen Gelassenheit irgendwann zwischen nächster Woche und Pfingsten folgen.. ;-)

Für mich heißt es nun erstmal für die nächsten Tage…


Diese Zeit werde ich nutzen und mir so meine Gedanken machen, wie es kommende Saison weitergehen wird!
-I will keep you informed..

Allgemein | Rennberichte | 26. November 2012